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Süße Aufstriche sind bei den Österreichern nicht nur zum Frühstück beliebt.

Süßes aufs Brot

07.07.2017

Regionalität und Natürlichkeit sind bei süßen Brot-aufstrichen die oberste Maxime. Naturreiner Honig sowie Konfitüren mit hohem Frucht- und geringem Zuckeranteil stehen bei den Konsumenten hoch im Kurs.

Generell zeigt sich auch bei süßen Brotaufstrichen ein Trend zu höherwertigen, naturbelassenen Produkten, aber auch zu kleineren Verkaufseinheiten, die nicht nur Single- und Zwei-Personen-Haushalte ansprechen, sondern auch Familien, die sich Abwechslung wünschen und gerne Neues ausprobieren. 

Während der Konfitüren-Markt im LEH stark durch das Selber-Einkochen der Haushalte beeinflusst wird, ist der Honig-Markt durch das Direktgeschäft beim Imker geprägt. Der Verbrauch an Gelierzucker zeigt, dass es im Jahr 2016 eine unterdurchschnittliche Einkochmenge an Konfitüre gab. Dies hat sich v. a. im zweiten Halbjahr positiv auf die Ab- und Umsätze im LEH ausgewirkt. Ähnlich verhielt es sich beim Imkergeschäft: Da es 2016 vergleichsweise geringe Honigerträge gegeben hat, wurde der Verkauf im LEH verstärkt angekurbelt. 

Laut GfK-Haushaltspanel (Consumer Scan) haben im Jahr 2016 86% aller österreichischen Haushalte zumindest einmal einen süßen Aufstrich gekauft. Die größte Käuferschaft erreicht Konfitüre mit einer Reichweite von 66%, vier von zehn Haushalten haben Honig gekauft. Konfitüre weist innerhalb der Kategorie auch die stärkste Kauffrequenz auf, die fruchtigen Aufstriche werden im Schnitt fünfmal pro Jahr gekauft. Der durchschnittliche Preis pro Einkaufsakt liegt bei 2,80 Euro. Bei Honig ist zwar die Kauffrequenz mit dreimal pro Jahr deutlich geringer, dafür geben die Käufer aber pro Einkauf rund sechs Euro aus. Das ist auch deutlich mehr als der Durchschnitt bei allen anderen süßen Brotaufstrichen (3,50 Euro).

Während die Markenhersteller die Käuferreichweite bei den süßen Aufstrichen weiter ausbauen können und Eigenmarken hier nur einen Wert von 24 % erreichen, erzielen letztere bei Konfitüren eine Käuferreichweite von 46 %. 

Autor/in:
Nicole Hoffmann
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