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"Arbeiten an Samstagen, dafür Bonus-Superwochenende"

Superwochenenden im Handel

10.07.2013

Ein neues Arbeitszeitenmodell für die Samstagbeschäftigung bringt ab September 2013 zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Vergangenen Montag präsentierten die Sozialpartner im österreichischen Handel – die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) – ein neues Modell für Samstagsbeschäftigung im Handel: Handelsobfrau Lorentschitsch und GPA-djp-Vorsitzender Katzian hoben dabei hervor: „Die neu geschaffene Möglichkeit als zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit zur bestehenden ´Schwarz-Weiß-Regelung` ist kundenorientiert und ermöglicht es, auf die Wünsche und Bedürfnisse sowohl der Mitarbeiter als auch der Betriebe besser als bisher einzugehen.“

Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der WKÖ, zeigte die dringende Notwendigkeit dieses ersten Reformschrittes in Richtung eines zeitgemäßen neuen Handelskollektivvertrages auf: „Die Lockerung der ´Schwarz-Weiß-Regelung` bringt den Handelsunternehmen endlich mehr Flexibilität zur Personalplanung an Samstagen sowie noch mehr Betreuungsqualität im österreichischen Einzelhandel am frequenzstarken Samstag.“

Bis jetzt ist die ganztägige Beschäftigung von Handelsangestellten in Österreich grundsätzlich nur jeden zweiten Samstag möglich (sogenannte „Schwarz-Weiß-Regelung“). Ab 1. September 2013 können Handelsangestellte im Rahmen des neuen Arbeitszeitmodells „Arbeiten an Samstagen, dafür Bonus Super-Wochenende“ jeden Samstag ganztags tätig sein. Voraussetzung ist, dass eine Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen wird.

Nach dem neuen Modell hat jede(r) Angestellte Anspruch auf fünf verlängerte „Super-Wochenenden“ (= durchgehende Freizeit von Freitag bis Sonntag oder von Samstag bis Montag) im Zeitraum von sechs Monaten. Diese „Super-Wochenenden“ sind spätestens 13 Wochen im Vorhinein im Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu planen. Um individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter oder der Betriebe besser Rechnung zu tragen, können die „Super-Wochenenden“ aber auch einvernehmlich verlegt werden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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