Direkt zum Inhalt
Harald J. Mayer, Geschäftsführer von Tchibo/Eduscho

Tchibo investiert in E-Commerce und Nachhaltigkeit

02.10.2017

Mit den Systemmarken Caffissimo und Qbo folgt Tchibo/Eduscho dem Trend zu individuellen Kaffee-Kreationen. E-Commerce-Maßnahmen erleichtert jetzt den Einkauf von Produkten auch im Shop. Außderdem geht das Unternehmen auch in Sachen Nachhaltigkeit neu Wege.

Recyclingbeutel für Tchibo Kaffeekapseln

„Der Kaffeemarkt ist unser Herz, aber ein unglaublich kompetitiver Markt in Österreich“, erklär Harald J. Mayer, Tchibo-Geschäftsführer. In Österreich gibt es drei Kaffeesegmente, Espresso/ Crema und der Einzelportionsmarkt (Kapselkaffee). Im Kampf um die heimische Marktführung liegt der Kaffeespezialist jedenfalls vorne, in allen drei Segmenten. 2016 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 325 Millionen Euro (25 % Filterkaffee, 23% Espresso, Kapsel 32%). Der Erfolg ist wenig überraschend, denn Tchibo setzt konstant neue Maßnahmen, die nicht nur dem Genuss der Kunden verbessern, sondern auch den Umgang mit den Maschinen und den Einkauf der Produkte. Seit kurzem ist auch die nachhaltige Entsorgung der Kaffeekapseln in den Filialen möglich.

Coffee 3.0 & Crosschannel-Offensive

Mit „Internet der Dinge“, beschreibt Mayer das Premium-Kaffeesystem Qbo. Die moderne Kaffeemaschine folgt nicht nur dem Trend zum individuellen Kaffeegenuss, das „Alltagsgerät“ ist darüber hinaus auch mit dem Internet vernetzt. Mit der Qbo kann man den Brühvorgang per App starten. Das heißt man gewinnt morgens ein paar Minuten im Bett bevor man aufstehen muss um Kaffee zu kochen. Die starke Nachfrage spricht für den Qbo-Würfel. Aktuell gibt es 17 Shop-in-Shop-Standorte, in denen das Kaffeesystem erhältlich ist, weitere 10 sind in Planung.

Die Verbindung von Alltag und Internet wird auch in anderen Lebensbereichen immer wichtiger. Deswegen investierte Tchibo/Eduscho während der letzten Jahre verstärkt in Crosschanneling und wurde so in Österreich zum größten E-Commerce-Unternehmen mit eigenem stationären Handel. „Die Kunden trennen nicht mehr zwischen Online-Shop und stationärer Filiale“ erklärt Mayer. Mittels Tablet verbinden die Shop-Mitarbeiter die digitale Produktwelt mit dem Angebot vor Ort, um das Channelhopping für die Konsumenten noch angenehmer zu machen.

Maßgeschneidertes Recyclingsystem

Als Marktführer im Einzelportionssegement will Tchibo Verantwortung für die Umwelt übernehmen und dass nicht nur mit der Verwendung von aluminiumfreien Material. Deswegen organisierte der Produzent von Caffissimo-Kapseln und Qbo-Kaffeewürfeln ein neues Recyclingsystem. Ermöglicht wurde es durch das Zusammenarbeit mit ARA (Altstoff Recycling Österreich) und dem Tiroler Familienunternehmen Höpperger. Ab sofort könnten die Konsumenten ihre Kapseln in allen 145 österreichischen Filialen, in den dafür vorgesehenen Sammelbehältern retournieren. Danach werden einzelnen Komponenten der Polypropylen-Kapseln in den Höpperger-Anlagen getrennt. Die Wiederverwendung der einzelnen Bestandteile erfolgt dann als Biogas zu Stromgewinnung oder Kunstoff-Granulat in der Industrie zur Herstellung neuer Produkte.

Das ist nicht der erste „nachhaltige“ Schritt des Unternehmens. Bereits jetzt besteht jedes Caffissimo-Getränk aus zertifiziertem Kaffee und Tee und die Textilien des „Non-Food-Bereichs“ aus Bio-Baumwolle. Darüber hinaus setzt Tchibo in Zukunft weiter auf Expansion und größere Filialen, um die 150 Quadratmeter. Bisher wurden schon rund 5 Millionen in die Erweiterung bestehender Shops investiert.

Werbung

Weiterführende Themen

Personalia
08.01.2020

Um nachhaltige Entwicklung in sämtlichen Unternehmensprozessen zu integrieren, hat der oberösterreichische Lebensmittelhersteller Spitz eine neue Position geschaffen: Und so ist die langjährige ...

Thema
11.12.2019

Obwohl Nachhaltigkeit und globale Erwärmung seit einigen Jahren in den Medien und in den Köpfen der Menschen verankert sind, wird erst jetzt so langsam richtig spürbar, wie diese Themen die Art ...

Thema
09.12.2019

Bei Tchibo, dem Marktführer im Bereich portionierten Kaffees in Österreich, setzt man schon seit Jahren auf sortenreines Recycling gebrauchter Kapseln. Diese sind Energie- und Wertstofflieferant, ...

Buchtipp
26.11.2019

Handelsexperte Wolfgang Frick ruft dazu auf, keine Angst vor Amazon, Zalando & Co. zu haben und sich stattdessen eigener Stärken zu besinnen.

Vergeht den erfolgsverwöhnten Amazon-Eigentümern bald das breite Lachen, das die Pakete ziert?
Thema
26.11.2019

fragt sich Kommentator Hanspeter Madlberger.

Das Phänomen Amazon hat viele Facetten, positive wie negative: Kein anderes Handelsunternehmen ist in den vergangenen Jahren ...

Werbung