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Tee Produktion

17.07.2002


Erfahren Sie, welche außergewöhnlichen Heil-Eigenschaften Ihr Tee noch besitzt.

Wichtig und interessant ist für Tee-Profis zudem, welche Teebaum-Blätter verwendet werden. Jede Blattgröße hat ihren eigenen Namen. Nicht alle Blätter des bis zu einem Meter zurückgeschnittenen Strauches werden zu Tee verarbeitet, sondern lediglich die Blattknospe mit den ersten beiden Spitzenblättern. Tee-Fachleute bezeichnen dies als „two leaves and a bud“.

Tee ist ein Produkt, das ganz im Gegensatz zu Kaffee sofort nach der Ernte verarbeitet werden muß. Und zwar je rascher, desto besser.
Daher stehen die Teefabriken auch direkt in den Anbaugebieten, wo die gepflückten Blätter in sechs Arbeitsschritten für den Endverbraucher aufbereitet werden.

Beim Welken (1) verlieren die grünen Blätter bis zur Hälfte ihrer Feuchtigkeit und werden für das anschließende Rollen geschmeidig gemacht.
Mit dem Rollen (2) wird bezweckt, daß die Zellwände der Teeblätter zerreißen und der Zellsaft mit dem Sauerstoff der Luft in Verbindung kommt.
Die dadurch ausgelöste Fermentation (3) ist nichts anderes als ein Oxidations- und Gärungsprozeß. Die Blätter werden dabei kupferrot und entwickeln ihr typisches Aroma. Von der Fermentation hängt die Qualität des fertigen Tees ganz wesentlich ab: je länger sie dauert, desto kräftiger das Tee-Aroma. Grüner Tee wird nicht fermentiert und behält dadurch die ursprüngliche, also grüne Blattfarbe.

Durch das anschließende Trocknen (4) wird der Tee haltbar gemacht bzw. die Geschmacksentwicklung optimiert: Das durch die Fermentation kupferrot gefärbte Blatt wird immer dunkler und dunkler, bis schließlich der schwarze Tee entsteht. Hintergrundinfo: Für zehn Kilogramm getrockneten Tee werden etwa 50 Kilogramm frische Teeblätter benötigt.

Nun kann der Tee durch Siebmaschinen in die verschiedenen Blattgrade sortiert (5) werden. Die vier Blattgrade heißen ganzes Blatt, Broken (gebrochenes Blatt), Fannings (kleiner als Broken) und Dust (feinster Tee).
Schließlich wird der Tee sorgfältig verpackt (6) und in die Verbraucherländer gebracht. Bei Kräuter- und Früchtetee werden Feinschnitt (Schnittgröße ca. 0,31 bis 2,00 mm) und Grobschnitt (ca. 2,0 bis 15,0 mm) unterschieden. Feinschnitte kommen in den Teebeutel; der Grobschnitt als loser Tee in den Handel.

Haben Tee bzw. teeähnliche Erzeugnisse alle Produktionsschritte (vor allem aber die ausgiebige Trocknung) durchlaufen weisen sie eine sehr lange Haltbarkeit auf. Vorausgesetzt natürlich, man lagert sie trocken, kühl bzw. lichtgeschützt. Und in gut verschlossenen, festen Behältnissen wie Dosen oder Glasgefäßen, um einen Schutz vor Feuchtigkeit und artfremden Gerüchen (Gewürze, Kaffee) zu gewährleisten. So bleibt das Produkt aromatisch und behält seinen charakteristischen Geruch und Geschmack.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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