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Tee Sorten

17.07.2002


Tee ist nicht nur Genussmittel, sondern viel mehr auch oft Heilmittel.

Nach dem Herstellungsverfahren lassen sich sechs Haupt-Teesorten unterscheiden:

• Weißer Tee: es werden nur die Teeknospen verarbeitet.
• Grüner Tee: wird nicht fermentiert.
• Schwarzer Tee: wird fermentiert.
• Oolong Tee: halbfermentiert.
• Gepreßter Tee: Chinesische Sitte, Tee in feste Formen (z. B. Teeziegel) zu pressen.
• Aromatisierter Tee: aus grünem, schwarzem oder Oolong Tee; mit Kräutern, Blüten, Fruchtölen oder -essenzen vermischt (Jasmintee, Earl Grey).

Dank dieser unzähligen Varianten gibt es weltweit über 3000 Teesorten.
• Assam: zu den beiden Seiten des Brahmaputra, im Norden Indiens, erstreckt sich eines der größten Teeanbaugebiete der Welt. Von dieser Hochebene kommen kräftig-würzige Tees, die einen dunklen Aufguß ergeben. Charakteristisch für diesen Tee ist der angenehme, nachhaltige Geschmack. Assam-Tees sind Hauptbestandteil vieler Mischungen, so zum Beispiel der Ostfriesischen Mischung.

• Ceylon: In den Teegärten des heutigen Sri Lankas werden seit über 120 Jahren Tees angebaut, die sich durch einen feinherben Geschmack, volles Aroma und eine goldene Farbe auszeichnen. In der Fachsprache sagt man, der Ceylon-Tee steht „golden in der Tasse“.

• China: Der chinesische Tee zeichnet sich ganz allgemein durch sein zartes Aroma aus. Der „Lapsang Sou-Chong“ ist ein typischer Vertreter der schwarzen, chinesischen Tees. Er ist mit starkem Rauchgeschmack aromatisiert.

• Darjeeling: Ein besonders aromatischer Tee; kommt aus dem nordindischen Distrikt Darjeeling. Hier wachsen an den Südhängen des Himalaya edelste Tees mit einem zart-blumigen Aroma (First Flush) bzw. fein-würzigen Aroma (Second-Flush). Bei vielen Teeliebhabern gilt der „first flush“-Darjeeling als Champagner unter den Tees.

• Indonesien: Von den Hauptanbaugebieten Java und Sumatra kommen milde Tees, die häufig für Mischungen verwendet werden.

• Kenia: Auch in Afrika wird professioneller Teeanbau betrieben. Aufgrund ihres frischen, milden Geschmackes sind Kenia-Tees bei Kennern zunehmend gefragt.

• Russischer Tee: Ein kräftiger Tee aus dem Kaukasus. Da er mechanisch geerntet wird, sind im Tee Zweigstückchen enthalten, die ihm ein ausgeprägt erdiges Aroma geben. In Österreich wird der Begriff Russischer Tee auch gerne verallgemeinernd für alle schwarzen Tees verwendet.
• Special Chun Mee: Die feinen und zarten Blätter sind typisch für diese sehr bekannte Sorte. Geschmacklich ein wenig bitter, aber mit einer angenehm rauchigen Note. Für den täglichen Teegenuß beliebt.

• Chun Mee: Die mittellangen starken Blätter sind fast kugelig gerollt; der Aufguß hat eine goldgelbe Farbe und einen aromatischen Geschmack.

• Gunpowder: Die Teeblätter werden beim Trocknen zu kleinen Kugeln gerollt, die sich beim Aufgießen wie eine Blume entfalten. Der Tee wird gelb-grünlich und hat einen herb-frischen Geschmack.

• Hyson: zartblättriger Tee mit hellgoldener Farbe und frischem Geschmack.

• Sow Mee: Die gebrochenen Teeblätter haben aufgegossen eine leicht grünliche Farbe und sind dem Chun Mee sehr ähnlich.
Hierzu gehört beispielsweise der „Formosa Oolong“. Er durchläuft eine etwa 60prozentige Fermentation und ergibt einen goldfarbenen Aufguß.
Man erkennt ihn an seinem leichten Orchideenduft. Ein beliebter Tee für alle, die eine leichte aromatische Geschmacksrichtung bevorzugen.
Vor allem um den stets gleichbleibenden Geschmack einer Sorte und/oder Marke zu garantieren, werden Tees verschiedener Proveniencien fein aufeinander abgestimmt und gemischt. Die schwierigste Hürde, die der Tee dabei zu nehmen hat, ist die Zunge des Tee-Verkosters: Er ist es, der den Tee komponiert, sich für den geschmacklichen Typus einer Sorte verbürgt und damit den Genuß zu einem wiedererkennbaren Ereignis macht.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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