Direkt zum Inhalt

Tests für Lebensmittelsicherheit effektiver

24.05.2006

Lebensmittel-Tests auf gefährliche Keime sollen rascher und effektiver werden. Unter der wissenschaftliche Leitung der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) wird im kommenden Jahr das groß angelegte EU-Projekt "Biotracer" gestartet, bei dem modernste molekularbiologische und genetische Methoden für den Einsatz im Bereich der gesamten Lebensmittelkette ausgearbeitet werden.

Heute werden Lebensmittel etwa auf gefährliche Bakterien zu einem guten Teil erst dann getestet, wenn sie sich bereits im Geschäftsregal befinden. "Und dann dauert es noch sieben bis zehn Tage, bis Ergebnisse vorliegen", berichtete Martin Wagner, Professor am Institut für Milchhygiene, Milchtechnologie und Lebensmittelwissenschaften an der VUW und wissenschaftlicher Leiter von "Biotracer" bei einem Pressegespräch am Montag in Wien.
Dabei stehen mittlerweile wesentlich modernere Methoden zur Verfügung. Etwa für den militärischen Bereich wurden Geräte entwickelt, welche bestimmte Areale auf das Vorhandensein von bestimmten Keimen überwachen und beim Aufspüren etwa einer Biowaffe über Funk Alarm schlagen. Jeffrey Hoorfar vom Dänischen Institut für Lebensmittel- und Veterinärforschung möchte ähnliche Detektoren in Zukunft etwa auch in Tierhaltungsbetrieben einsetzen und die Räume laufend auf gefährliche Keime untersuchen.

Priorität ist für den dänischen Forscher die Entwicklung eines derartigen Gerätes zum Aufspüren von Vogelgrippe-Erregern. In Wien werden sich die Wissenschafter vor allem auf die beiden Bakteriengruppen Listeria und Staphylococcus konzentrieren. Listerien kommen etwa in Milch und Milchprodukten vor und sind für den Menschen sehr gefährlich. Die Sterblichkeitsrate bei Infektionen liegt bei rund 30%.
Das Gesamtvolumen des Projekts "Biotracer" beläuft sich auf 11 Mio. Euro. Es sind Partner aus mehr als 40 Ländern beteiligt, darunter auch aus den USA, Russland, China und Brasilien. Das Forschungsvorhaben ist auf vier Jahre angesetzt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Mit einem Wiederverwendbar-Sackerl sagt INTERSPAR den leichten Obst- und Gemüsesackerl den Kampf an. Waagen-Etiketten können an der angenähten Stofflasche befestigt werden. Das Netz ist waschbar und spart ab der sechsten Verwendung Ressourcen und CO2 ein. Die 4er-Packung ist in allen INTERSPAR-Hypermärkten um € 1,49 erhältlich.
Handel
18.04.2018

Interspar testet ab sofort eine Alternative zu den herkömmlichen Plastik-Sackerln für Obst und Gemüse.

93.000 Euro für den guten Zweck: INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser (rechts im Bild) übergab die Spendensummen an Mag. Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf.
Handel
18.04.2018

Die langjährige Zusammenarbeit von Interspar und SOS-Kinderdorf geht weiter. 93.000 Euro spendete der Lebensmittelhändler an die Sozialorganisation für das Projekt Umwelt und ...

Markenartikel
18.04.2018

Der Spirituosenhersteller bringt Pepino Beach mit einem kleinen Geschenk in den Handel.

Die beiden Rewe International AG-Bereichsleiter Marcel Haraszti und Christoph Matschke
Handel
17.04.2018

Wenn’s am schönsten ist und am besten läuft, soll man aufhören. Alain Caparros und Frank Hensel die beiden Erfolgstrainer des Rewe Konzerns hielten sich an diese Regel, die ihnen eine gute ...

Markenartikel
16.04.2018

Der Spezialist für Körperpflege bringt ein Frischeerlebnis mit tropischen Duft in den Handel.

Werbung