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Im Jahr 1842 hat Robert Alwin Schlumberger das Unternehmen in Wien gegründet, 2017 feiert es 175-jähriges Bestehen

Tradition, Innovation, Zukunftsvision

22.11.2016

Schlumberger, Österreichs traditionsreichste Sektkellerei, feiert 2017 ein rundes Jubiläum. Trotz der Sektsteuer hat Schlumberger in den ersten neun Monaten 2016 bei Menge und Umsatz am Heimmarkt zugelegt.

Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter: Die österreichische Sektwirtschaft lässt sich von der unseligen Sektsteuer nicht unterkriegen.
Das Werbeplakat - hier von 1927 - war seit jeher ein wirksames Marketinginstrument für Schlumberger

Im Jahr 2017 feiert das Haus Schlumberger sein 175-jähriges Bestehen. Als älteste österreichische Sektkellerei seit 1842 blickt das Unternehmen mit Stolz auf eine langjährige Geschichte, geprägt von klar definierten Kernwerten, zurück. Werte, die bereits auf den Gründer Robert Alwin Schlumberger zurückgehen und heute wie damals Bestand haben. Höchste Qualität, die Verbindung aus Tradition und Innovation sowie das Bekenntnis zur österreichischen Sektkultur stehen seit jeher im Fokus von Schlumberger.

Bei der Pressekonferenz am 22. November in den Schlumberger Kellerwelten in Wien hat Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter eine beeindruckende „Zwischenbilanz 2016“ vorgelegt; Zwischenbilanz deshalb, weil die letzten drei Monate eines Jahres die Hauptsaison für den Sektmarkt sind.

Die Schlumberger Gruppe konnte in den ersten 9 Monaten des Jahres 2016 eine Umsatzsteigerung von 2 % auf nunmehr 112 Mio. Euro erzielen (01/2016 – 09/2016). Im Kernmarkt Österreich ist das Unternehmen um 1,6 % gewachsen. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der langsamen Erholung und Trendwende am heimischen Sektmarkt wider. Im dritten Jahr nach Wiedereinführung der diskriminierenden und wettbewerbsverzerrenden Schaumweinsteuer ist der Markt nur mehr leicht rückläufig bis stabil.

Aufgrund der geringer ausgefallenen Weinernte sei es zu Preiserhöhungen beim Rohstoff gekommen, der zwischen 30 und 50 Prozent liege, sagt Kranebitter. Das werde zu einem Preisanstieg 2017 bei Sekt für Konsumenten in der Größenordnung zwischen sechs und neun Prozent führen.

„Insgesamt hat sich die steuerliche Zusatzbelastung jedoch verheerend ausgewirkt: Um mehr als 20 Prozent ist der Sektmarkt zurückgegangen, bei nur 2,5 Millionen Euro ‚Netto‘-Einnahmen für den Staatshaushalt“, rechnet Kranebitter vor.

Haupgrund für die bevorstehende Trendwende am österreichischen Sektmarkt sei die positive Entwicklung der Sektmarken aus dem Hause Schlumberger. Die Marke Schlumberger wuchs in den ersten drei Quartalen um 13,1 %, die Marke Hochriegl entwickelte sich stabil und ist weiterhin wertmäßiger Marktführer. Auch die Veltliner-Spezialität Goldeck konnte stark zulegen und gibt mit über 10 % Wachstum ein kräftiges Lebenszeichen von sich (Nielsen 01-09/2016).

Blick in die Zukunft

Aktuelle Trends wie Bio, Vegan, Alkoholfrei und viele mehr würden zahlreiche Möglichkeiten der Weiterentwicklung bieten, deutet Kranebitter mögliche neue Produktentwicklungen an. Das Bekenntnis zu Qualität und zur Herstellung nach der Champagnermethode werde Schlumberger auch in die Zukunft begleiten.

Ein Hauptaugenmerk in den kommenden Jahren gilt dem Ausbau und umfangreichen Initiativen im Exportgeschäft. Bei einer aktuellen Exportquote von rund 36 % ist das Haus Schlumberger derzeit in über 30 Ländern weltweit aktiv. Als mittelfristige Zielsetzung ist eine Steigerung der Exportquote auf über 50 % bis zum Jahr 2021 geplant. Die Exportabteilung wird zur professionelleren Bearbeitung der Fokusmärkte zukünftig personell verstärkt und organisatorisch umstrukturiert. Darüber hinaus werden die wichtigsten Exportländer schrittweise über Mitarbeiter direkt an Ort und Stelle betreut. Bei einer Zielerreichung laut Plan wird bereits im Jahr 2020 das Exportvolumen die Mengen im Inland übertreffen.

Positive Erwartungen für Weihnachtsgeschäft

Für das Saisongeschäft hat Schlumberger sehr positive Erwartungen, dass sich dieser Trend fortsetzt. „Mit einer Vielzahl an Maßnahmen im Geschenkartikelbereich, maßgeschneiderten Aktivitäten und Aktionen mit unseren Handelspartnern sowie Aktivierungen in der Gastronomie erwarten wir für unser Haus einen guten Verlauf und eine stabile Entwicklung des so wichtigen Saisongeschäfts“, erklärt Kranebitter. Um die Weihnachtsfeiertage und Silvester herrscht Sekt-Hochsaison – zum Jahreswechsel werden knapp 2 Mio. Flaschen Sekt österreichweit konsumiert. „Unsere Zahlen liegen auf Plan und mit Geschenkartikeln, Großflaschen, attraktiven Zweitplatzierungen und ‚Spezialitäten‘, wie der Möglichkeit personalisierter Etiketten, ist Schlumberger für die wichtigste Zeit im Jahr bestens gerüstet“, gibt sich Kranebitter zuversichtlich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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