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Transgourmet setzt Maßstäbe im Gastro-Marketing

02.05.2018

Transgourmet setzt Maßstäbe im Gastro-Marketing. Mit der  „Genussfachmesse Transgourmet Pur“  die am 16. und 17. April im Salzburger Messezentrum auf  10.000 m2  über die Bühne ging , unterstrich der Österreich-Ableger des zweitgrößten europäischen Foodservice-Händlers gut zwei Jahre nach der Übernahme seinen Qualitätsführungs-Anspruch im österreichischen Gastro-Großhandel.

Über 3.000 Fachbesucher wurden bei dieser Ausstellung, Folgeveranstaltung der Getränkemesse „Trinkwerk Pur“, mit einem Sortiment von mehr als 26.000 Gastro-Produkten, bestehend aus einem umfangreichen Eigenmarkensortiment, den aktuellen Angeboten von 142 Lebensmittel- und Getränke-Markenartiklern  sowie den Weinen von 108 Winzern aus Österreich (ein paar kamen auch aus Slowenien)  konfrontiert. Aus ganz Österreich wurden Kunden auf Kosten von Transgourmet in Bussen herbeigekarrt und in 1.200 Hotelbetten in der Mozartstadt untergebracht.

Das Manager-Duo Panholzer/Hayböck, das schon in der Pfeiffer-Ära am Werk war, versprühte Offensivgeist. „Wir halten aktuell im Gastro-Großhandel  einen Marktanteil von rund 23% und sind damit die Nummer Eins der Branche“, sagte Geschäftsführer Manfred Hayböck (er ist übrigens Onkel des bekannten Skispringers Michael Hayböck) im Gespräch mit der Handelszeitung. Sowohl Gastro Data als auch das Gastro-Großhandels-Panel von Nielsen weisen für 2017 diesen Wert aus. Transgourmet  erzielte im letzten Jahr einen Nettoumsatz von  538 Millionen €, davon entfielen mehr als 60% auf den Zustelldienst, somit weniger als 40% auf das  klassische C&C-Abholgeschäft. Interne Zielvorgabe ist ein jährlicher Marktanteilsgewinn von 0,5 Prozentpunkten. Weil viele Prognosen darauf hin deuten, dass in Österreich die Umsätze des Gastro-Großhandels mit Lebensmitteln und Nearfood weiter wachsen werden, rechnen sich die Transgourmet-Chefs rosa Wachstumschancen aus, die  keineswegs nur aus einem erfolgreichen Verdrängungswettbewerb resultieren. Hayböcks langfristige Umsatzziel: „Für 2025 peilen wir einen Jahresumsatz von einer Milliarde € an“. Bis dahin sollte  die Zustellquote auf 70% ansteigen.

Neue Standorte: Schwarzach im Ländle, Krems, Ybbs in NÖ

Die räumliche Expansion, nicht überhastet, aber kontinuierlich, ist Kernelement dieser Vorwärtsstrategie. Einen Markstein setzt demnächst die Eröffnung des neuen Betriebs in Schwarzach (Vorarlberg)  am 17. Mai. Der 8. Transgourmet verfügt über eine Gesamtbetriebsfläche von 9.000 m2, davon entfallen 3.800m2 auf die C&C-Verkaufsfläche. Die Flächenaufteilung zwischen Abhol- und Zustellbetrieb entspricht den Umsatzerwartungen. 70% der Erlöse sollen über die Zustellung lukriert werden. Das Liefergebiet ist mit Transgourmet Deutschland abgestimmt. Das Kleine Walsertal wird weiterhin von den deutschen Kollegen betreut, anderseits sieht Schwarzach die Ostschweiz, den Bodenseeraum und  den Südlichen Allgäu als sein Kundeneinzugsgebiet.

Weiter geht’s mit den Expansionsplänen vom Rhein zur Donau. In Krems hat Transgourmet bereits einen Standort in trockenen Tüchern. Man rechnet mit der Genehmigung bis Jahresende 2018. Gebaut wird dann 2019. Geplant ist ein Betrieb mit  einem 3.500 m2 großen Abholmarkt und  einer Gesamtfläche von 10.000m2. Weiters fix in Planung  ist ein kleiner „Mein Markt“ Betrieb in Ybbs a/d Donau mit ca. 2.000m2  Gesamtfläche. Sondierungen für einen Großhandels-Betrieb im Salzburger Pongau sind im Laufen, was den exakten Standort betrifft, hat sich noch nichts entscheiden. Auch in Tirol ist Transgourmet mittelfristig auf Standortsuche. Graz-Seiersberg, Traun und Salzburg sind die drei umsatzstärksten Transgourmet-Großhandelsstandorte. Im Großraum Wien, wo man mit zwei Häusern  (Wien Süd in Brunn, Wien Nord in Stadlau) vertreten ist, gibt’s, was den Marktanteil betrifft, langfristig noch „Luft nach oben“.

Preisaktionen als Frequenzbringer

Preisaggressivität, speziell in den Abholmärkten und High End -Kulinarik, verbunden mit Convenience für die Zustellkunden, das ist der bevorzugte Marketingmix, mit dem Transgourmet gegen die Konkurrenz  antritt. Breit ist die Palette der Preisaktionen. Sie reicht von den  klassischen  Sonderangeboten, wie sie von der Markenartikelindustrie und den Frischwarenfirmen forciert und vom C&C-Markt als Frequenzbringer überaus geschätzt werden, über Messerabatte für Saisoneindeckung (z.B. bei Sprituosen),  saisonale Promotions bis zu Tagesaktionen. Aktuell läuft am 4. Mai, ausschließlich für Abholkunden, die Aktion „7% auf das ganze Sortiment.“ Ab einen Einkauf von 50.- €. Der Preisnachlass wird in Form eines Gutscheins ausbezahlt, der bei einem der nächsten Einkäufe eingelöst werden kann. Auch die Preiseinsteigs-Eigenmarke Transgourmet Economy spielt eine nicht unbedeutende Rolle im Wettlauf um die Rosinenpicker im Gastgewerbe. Das Sortiment von 250 Artikeln  legt den Fokus auf Öle und Frittierfette, (Pizza-)Käse, Ketchup, Mayonnaise sowie Einweggeschirr, Küchenrollen und Servietten. Eine ähnliche Funktion kommt der 150 Artikel umfassenden Preis/Leistungsmarke  Transgourmet Quality zu, die vor allem Frischwaren (Milchprodukte, Käse, Wurstwaren,) aber  auch Tiefkühlfleisch und Frühstücksprodukte zu Dauergünstigpreisen anbietet.

Den Preiskampf haben alle Gastro-Großhändler in ihrem Repertoire, vor allem deshalb, weil alle ihre Kundengruppen, vom Würstlstand bis zum Haubenrestaurant sich über den günstigen Einkauf eine Spannenverbesserung und damit einen höheren Gewinn erhoffen. Weil die Gastronomie aber nur rund 30% ihres Wareneinkaufs im Gastro-Großhandel  tätigt und den großen Rest sich über Direkteinkäufe bei der Industrie (Bier, AF-Getränke, Kaffee, GV- Markenartikel), bei  Bauern und Winzern sowie bei Diskontern und Verbrauchermärkten  beschafft, müssen Transgourmet und Kollegen pausenlos Preisaggressivität signalisieren. Und zugleich versuchen, Direktlieferanten der Gastronomie in Absatzpartner des Gastro-Großhandels umzuwandeln.

Gastro-GH als Alternative zum Direktvertrieb

Wenn über hundert, zum Teil recht namhafte Winzer auf der Transgourmet Genussfachmesse ausstellen, kommt das einer mittleren Sensation gleich. Geschäftsführer Thomas Panholzer: “Nur wenige Spitzenwinzer setzen ausschließlich auf  Direktvermarktung und verweigern deshalb die Zusammenarbeit mit uns. Die meisten sehen  den Großhandel als sinnvolle Ergänzung zum Eigenvertrieb. Vor allem junge Winzer nehmen gerne eine etwas geringere Spanne in Kauf, um dadurch einen zusätzlichen und großen Kundenkreis zu erreichen“. Wer dann noch Spitzenqualität liefert, kann sich Hoffnung machen, den von Transgourmet gestifteten „Vineus“-Preis zu erhalten. Wie bei den meisten Warengruppen gibt sich Transgourmet auch beim Wein besonders Österreich-affin. Man steht in engem Kontakt mit den Schwesterfirmen in Deutschland und  der Schweiz und unterstützt heimische Winzer bei ihren Exportbemühungen in diese Länder. Organisatorisch baut man im Inlandsgeschäft auf die guten Kontakte zur Weinwirtschaft, die von der Tochterfirma Trinkwerk (sie betreibt auch fünf  „Trinkwelt“ Getränkemärkte in Steiermark und Kärnten) in den letzten Jahren aufgebaut wurden.

Kulinarik-Kompetenz: Alles für den Gast-Wirt

Größtes Profilierungspotential sehen die beiden Transgourmet-Chefs  in der 360 Grad-Betreuung der Spitzengastronomie. Die Kochshows auf der Messe, die Kulinarik-Tipps und Kundenporträts („Heinz Reithbauer: Der Werterhalter“)  in den hauseigenen Medien, die Handelsmarken-Programme Premium,  Vonatur (nachhaltig) und natürlich für uns (Biomarke, gemanagt von Top Team) , die Partnerschaften mit Erzeugern von Regionalspezialitäten und  Kulinarik-Manufakturen (wie  der „Spiceworld“  des Wilhelm Pichler in Salzburg)  all diese Maßnahmen sind Puzzlesteine, die, zusammengefügt, das Bild von Transgourmet  als dem Rundumversorger des gehobenen heimischen Gastgewerbes und der Systemgastronomie  ergeben sollen. Beide legen auf Zuverlässigkeit in der Zustellung größten Wert, entsprechend groß sind im Gastroservice die Anforderungen an die Logistik 

Autor/in:
Dkfm. Dr. Hanspeter Madlberger
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