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500 Biobauern stellen die Versorgung mit Bio-Rindfleisch sicher.

Transgourmet steigert heimischen Frischfleisch-Anteil auf 80%

02.09.2020

Transgourmet, der heimische Marktführer im Bereich Gastronomie-Großhandel, setzt noch stärker auf österreichische Qualität bei Frischfleisch: Im Zuge seiner «rot-weiß-rot Offensive» erweitert der Großhändler unter seiner Nachhaltigkeitseigenmarke Transgourmet Vonatur das Angebot an heimischem Bio-Bergweiderind.

Um alle Fleischteile verwenden zu können ist auch die Gastronomie gefragt - beispielsweise mit Rezepten wie der gesottenen Rinderrippe vom Almrind.

Als bewusste Entscheidung für Österreich und durch die Sicherstellung der benötigten Mengen kann nunmehr auf das baltische Graslandrind verzichtet und so der Anteil an frischem heimischem Rindfleisch bei Transgourmet auf 80 Prozent gesteigert werden. «Nachhaltigkeit und das Bekenntnis zu heimischer Qualität ist für uns nicht nur ein Marketing-Slogan, sondern aktive Sortimentspolitik», erklärt Manuel Hofer, Geschäftsleiter Transgourmet Österreich und Geschäftsführer TOP-TEAM Zentraleinkauf, die Entscheidung.

Kooperation mit Sonnberg und 500 Bio-Bauern

Die Erweiterung des heimischen Sortiments bei Frischfleisch ist ein «innovatives und vorrausschauendes Konzept», sind Transgourmet Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manuel Hofer stolz. Ganz bewusst wurde diese Forcierung von Erzeugnissen aus dem eigenen Land jetzt gestartet, denn «nur wenn wir unseren Bauern die Sicherheit einer kontinuierlichen Vermarktung geben, werden wir den Bedarf an österreichischem Bio-Rindfleisch in der Gastronomie auch in Zukunft sichern können.» Für das aktuelle Projekt arbeiten Transgourmet und TOP-TEAM Zentraleinkauf in einem engen Verbund mit der Sonnberg Biofleisch GmbH und weiteren Landwirten zusammen; insgesamt 500 zertifizierte heimische Biobauern stellen die Versorgung mit dem Bio-Bergweiderind sicher. Künftig rechnet man mit einer Nachfrage von rund 150 Tonnen Rindfleisch pro Jahr; aktuell werden jährlich 60 Tonnen an Bio-Rindfleisch bei Transgourmet verkauft.

Nachhaltigkeit: Sämtliche Teile des Rindes werden vermarktet

Um diese – stetig steigende – Nachfrage nach österreichischem Bergweiderind in Bioqualität für die Gastronomie sicher zu stellen, wurden auch die Ein- und Verkaufskriterien für das Fleisch adaptiert: Künftig werden sowohl Kalbinnen als auch Ochsen vermarktet; die Altersbeschränkung auf 24 Monate stellt den von Konsumenten so geschätzten, kräftigen Rindfleischgeschmack sicher. Um für die Gastronomen eine möglichst optimale Verarbeitung und gleichmäßige Portionierung zu ermöglichen, wird verstärkt darauf geachtet, dass die angebotenen Rinder von annähernd gleicher Größe sind und ein ähnliches Schlachtgewicht haben. Auch eine gute Fettabdeckung mit optimalem, intermuskulösen Fettanteil ist essenziell. «All diese Faktoren sichern zarte und schmackhafte Qualität aus heimischer Landwirtschaft», weiß Otto Bauer, Bereichsleiter der Eigenmarken bei TOP-TEAM Zentraleinkauf. Wichtig: Von den geschlachteten Rindern werden sämtliche Teilstücke vermarktet; «dazu braucht es die intensive Unterstützung der Gastronomen durch unsere Vertriebsmannschaft, deren Aufgabe es sein wird, nicht nur Edelteile wie Filet, Beiried und dergleichen, sondern auch weniger bekannte Fleischstücke gemeinsam mit den Gastronomen erfolgreich zu verankern», so Bauer. Durch die durchgängige Vermarktung aller Teilstücke wird sorgsam mit natürlichen Ressourcen umgegangen, eine optimale Wertschöpfung erzielt sowie für Abwechslung auf heimischen Speisekarten gesorgt.

Österreich-Anteil bei Frischfleisch soll weiterhin laufend steigen

Dass das Frischfleischsortiment von Transgourmet bei Rindfleisch zu 80 Prozent aus österreichischer Produktion besteht, entspricht der klaren strategischen Entscheidung des Großhändlers. «Wir möchten das Bewusstsein der Konsumenten für heimische, regionale Qualität steigern und setzen dabei auch auf intensive Information und Aufklärungsarbeit», betont Panholzer. Dabei werden auch Themenbereiche wie Tierwohl, nachvollziehbare Herkunft und sorgsame Verarbeitung in den Vordergrund gerückt – bereits jetzt ist das Unternehmen branchenführend in Sachen Bio und Nachhaltigkeit. «Nur wenn Gäste aktiv heimische Qualität nachfragen, werden Billigstimporte sukzessive dezimiert», so Panholzer, und weiter: «Wenn alle an einem Strang ziehen, kann eine nachhaltige Veränderung herbeigeführt werden.» Was bei Rindfleisch schon gelungen ist, hat im Bereich Schweinefleisch noch «großes Potenzial für österreichische Produkte» – werden doch aktuell aufgrund der hohen Nachfrage nach günstigen Produkten viele Teile aus dem Ausland importiert. Mittelfristig soll sich auch das ändern, skizziert Panholzer seine Vision.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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