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Turbulente Konjunktur im EH

01.08.2018

Die Zwischenbilanz über das erste Halbjahr 2018 im stationären Einzelhandel zeigt, dass die Konjunkturentwicklung wieder abflacht. Der EH hat in Sachen Umsatz ein turbulentes halbes Jahr hinter sich. Trotzdem bleibt die Handelsbranche ein Beschäftigungsgarant. Die stärkste Sparte bleibt unangefochten der Lebensmitteleinzelhandel.

„Wir blicken auf eine turbulente erste Jahreshälfte zurück. Unterm Strich zeigt sich: Die Konjunkturdynamik flacht wieder etwas ab“, zieht Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Zwischenbilanz über die Konjunkturentwicklung im stationären Einzelhandel in Österreich. Dieser erzielt im ersten Halbjahr 2018 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent (insges. Umsatz 34,6 Milliarden Euro). Im Jahr 2017 betrug der Zuwachs beim Umsatz allerdings noch 2 Prozent. Unter der Berücksichtigung der Preisentwicklung im Einzelhandel (+1,9%) ist das nominelle Umsatzwachstum daher ein reales Minus von 0,6 Prozent.

LEH bleibt Stark

40 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte konnten im ersten Halbjahr einen (nominell) gestiegenen Umsatz verzeichnet, 18 Prozent konnten das Vorjahresniveau wieder erreichen, während 42 Prozent mit Rückgängen konfrontiert sind. Zwar sind heuer die Umsätze der Bau- und Heimwerkerbranche am stärksten gestiegen (+4,5%), trotzdem bleibt der Lebensmitteleinzelhandel (+2,5 Prozent) nach wie vor die umsatzstärkste Einzelhandelssparte. An zweiter Stelle liegt der Einzelhandel mit Sportartikeln mit einem Plus von 2,7 Prozent.

Höhen und Tiefen

Der Blick auf die Konjunkturdynamik zwischen Jänner und Juni zeigt wechselhafte Umsätze. Erste Anzeichen dafür haben sich bereits im vierten Quartal 2017 gezeigt, dass sich laut Handelsforscher Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria) bereits weniger dynamisch als die ersten drei Quartale des Jahres 2017 entwickelt hat. Zwar war der Start ins neue Jahr durchaus positiv, trotzdem gab es dann schon im Februar 2018 ein Umsatzminus. Durch das kalendarisch frühe Ostergeschäft im März klingelten die Kassen wieder kräftig, dem folgte aber nur ein knappes Plus im April. Das schlechte Wetter im Mai führte zusätzlich zu einer schwächeren Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Umsatzminus konnte jedoch vom Plus im Juni wieder wettgemacht werden.

Mehr Mitarbeiter

Erfreulich ist das verstärkte Beschäftigungswachstum, denn die Zahl der Einzelhandelsbeschäftigten steigt wieder stärker (+1,2%; 4.000 Mitarbeiter). Insgesamt gibt es im österreichischen Einzelhandel momentan durchschnittlich rund 333.500 unselbstständig Beschäftigte.  „Damit erweist sich der Handel in Österreich einmal mehr als Beschäftigungsgarant“, erklärt Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel. Thalbauer betont dazu, dass der Anstieg nicht auf geringfügigen Mitarbeitern beruht (-0,9%; 400 Personen). Zusätzlich verstärkt der Handel die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter, was besonders durch den neuen Handels-Kollektivvertrag leichter möglich werden soll.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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