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Über 875 Millionen Menschen shoppen online

12.02.2008

Der Weltmarkt für Online-Shopping hat in den letzten zwei Jahren um 40 Prozent zugelegt: Mittlerweile haben mehr als 85 Prozent der internationalen Online-Bevölkerung schon einmal über Internet eingekauft; allein im letzten Monat vor der Befragung hatte mehr als die Hälfte mindestens ein Online-Shopping-Angebot genutzt. Zu diesen Ergebnissen kommt das globale Informations- und Medienunternehmen Nielsen in seiner neusten weltweiten Internet-Befragung zum Thema Online-Shopping.

"Die ehemalige Nischentechnolgie Internet hat sich zum Massenmedium entwickelt und ist damit ein fester Bestandteil des modernen Lebens. Kaum ein Aspekt unseres Alltags bleibt davon unberührt", kommentiert Martin Prantl, Geschäftsführer Nielsen Österreich. "Gleichzeitig leiden wir unter ständiger Hektik und Überfrachtung. So ist es kaum überraschend, dass sich die Verbraucher zum Shoppen immer häufiger an den Computer setzen - allein schon des maximalen Komforts wegen."

"Als Nielsen vor zwei Jahren seine erste Studie zum Thema Online-Shoppingtrends durchführte, hatten 627 Millionen Menschen und damit rund 10 Prozent der Weltbevölkerung schon einmal via Internet eingekauft", so Martin Prantl. "Diese Zahl hat sich innerhalb von nur zwei Jahren um rund 40 Prozent auf 875 Millionen erhöht."

Am höchsten ist der Anteil der Online-Shopper derzeit in Südkorea: Dort gaben 99 Prozent aller Internetnutzer an, bereits auf diesem Weg eingekauft zu haben. Auf Rang zwei folgen Großbritannien, Deutschland und Japan mit jeweils 97 Prozent, knapp vor Österreich mit 96 Prozent. Die USA belegen mit 94 Prozent den achten Platz. Von den Online-Shoppern gaben in Südkorea 79 Prozent, in Großbritannien 76 Prozent, in der Schweiz 67 Prozent und in den USA 57 Prozent an, innerhalb des letzten Monats Produkte übers Web erworben zu haben.

Die meistbestellten Artikel weltweit sind nach wie vor Bücher, Tendenz steigend: Immerhin 41 Prozent aller Befragten haben in den letzten drei Monaten Bücher übers Netz gekauft - sieben Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. "Eine besonders hohe Akzeptanz hat der Online-Buchhandel in den Schwellenländern China, Brasilien, Vietnam und Ägypten. Daraus ergibt sich ein immenses Potenzial für Online-Anbieter, denen es gelingt, ihre Strategien speziell auf diese rasant expandierenden Märkte auszurichten. Auch bei uns in Österreich kaufen mehr als die Hälfte über Internet ihre Bücher ein, damit liegen wir weit über dem europäischem Schnitt. ", so Prantl.

Sehr beliebt ist auch der Onlinekauf von Kleidung/Accessoires/Schuhen, die mit einer Steigerung von 20 auf 36 Prozent die wachstumsstärkste Kategorie bilden. Weitere wichtige Internet-Märkte sind Videos/DVDs/Spiele und Flugbuchungen/-reservierungen mit jeweils 24 Prozent und elektronische Geräte mit 23%.

Die Österreicher sind belesen: 54 Prozent aller österreichischen Internetnutzer gaben an, in den letzten drei Monaten ein Buch online bestellt zu haben. 32 Prozent kauften im selben Zeitraum Kleidung/Accessoires/Schuhe, 26 Prozent erwarben Musik sowie Videos/DVDs/Spiele übers Netz.

Im Vergleich dazu entfielen in Europa 54 Prozent der Nennungen auf Bücher, gefolgt von den Kategorien Kleidung/Accessoires/Schuhe (32%), Videos/DVDs/Spiele (26%), Elektronische Geräte (25%). Flugbuchungen/-reservierungen hatten in den vergangenen drei Monaten 26 Prozent der europäischen Befragten online vorgenommen.

Flugbuchungen und -reservierungen wurden in den letzten drei Monaten vor allem in Indien (70%), Irland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (jeweils über 60%) verstärkt übers Netz getätigt. In Europa liegt der Wert mit 26 % und auch in Österreich mit 17% noch darunter "Dieser Bereich eignet sich besonders gut für Online-Recherchen und -Einkäufe, da übers Netz die gesamte Angebotspalette eingesehen werden kann", meint Prantl. "Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten im einen oder anderen Segment ist die Reiseindustrie mittlerweile zweifellos der Markt mit der größten Internet-Erfolgsgeschichte. Reiseplanung ist ohne WWW quasi nicht mehr denkbar, auch wenn in Österreich der Abschluss noch nicht immer direkt im Web erfolgt.."


Kreditkarten bleiben Zahlungsmethode Nr. 1, Österreicher bevorzugen die Banküberweisung
60 Prozent aller Online-Shopper weltweit haben bei einem ihrer jüngsten Web-Käufe eine Kreditkarte eingesetzt; mehr als die Hälfte davon nutzte Visa (53%). Damit bleiben Kreditkarten mit großem Abstand das weltweit häufigste Zahlungsmittel, gefolgt von PayPal mit 25 Prozent. Auch in Europa sind Kreditkarte und PayPal bevorzugte Zahlungsmittel. Die Österreicher hingegen mögen genauso wie ihre deutschen Nachbarn die traditionelle Banküberweisung: 72% der Österreicher und 86% der Deutschen haben ihre letzten Online-Einkäufe per Banküberweisung gezahlt. In Europa insgesamt liegt der Wert nur bei 36 %.

Kundenbindung als entscheidendes Wettbewerbskriterium
Wo man shoppt, ist offensichtlich häufig eine Frage der Gewohnheit: So gaben 60 Prozent aller Befragten weltweit und 57% der Österreicher an, ihre Online-Einkäufe meist beim selben Anbieter zu erledigen. "Das zeigt, wie wichtig es in diesem Markt ist, jeden der zahlreichen neuen Online-Shopper möglichst sofort an eine bestimmte Website zu binden. Wer bereits beim ersten Mal eine positive Erfahrung vermitteln kann, hat gute Chancen auf eine langfristige Geschäftsbeziehung", so Prantl.

Die Auswahl der Online-Stores erfolgt derzeit bei einem Drittel der Internetnutzer über Suchmaschinen oder Surfen (Österreich 24%) , ein Viertel (Österreich 29%) verlässt sich auf persönliche Empfehlungen. "Letztere Methode spielt im Entscheidungsfindungsprozess eine enorme Rolle", erläutert Prantl weiter. "Die Explosion des Online-Marktes in den letzten Jahren deutet darauf hin, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda - ob über persönliche Bekannte oder andere Internetnutzer - in Zukunft immer wichtiger wird."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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