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2017 war für die Rewe Group ein äußerst erfolgreiches Jahr

Überdurchschnittliches Wachstum bei Rewe

11.04.2018

Der Rewe-Konzern steigerte 2017 den Umsatz um 8,3 Prozent, die Rewe Group legte beim Umsatz um 6,7 Prozent zu. In Österreich sind die Zahlen hingegen um einiges schwächer:  Billa, Merkur und Adeg haben um 1,9 Prozent mehr Umsatz, der Discounter Penny hat ein Umsatzplus von 0,7 Prozent. Die Drogeriekette Bipa meldet mit -4,7 Prozent sogar ein Umsatzminus.

2017 war ein außergewöhnliches und erfolgreiches Jahr für die Rewe Group – genauso so formulierte es Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, bei der Pressekonferenz am 10. April 2018 in Köln, als er davon berichtet, dass die genossenschaftliche Gruppe insgesamt sehr kräftig um 3,7 Milliarden Euro gewachsen ist.  Laut Angaben des Unternehmens eine Rekordsumme beim Umsatzwachstum. Doch der riesige Umsatzsprung hat auch was gekostet.

Die Rewe Group hat im Geschäftsjahr 2017 beim Umsatz in allen Geschäftsfeldern im In- und Ausland kräftig zugelegt. Der Gesamtaußenumsatz wuchs um 6,7 Prozent auf 57,8 Milliarden Euro. Zum dynamischen Wachstum der Gruppe trug das Geschäft in Deutschland mit einem Umsatzplus von 7,1 Prozent bei. Im Ausland wurde der Umsatz um 5,7 Prozent gesteigert. Der Auslandsanteil am Gesamtaußenumsatz der Rewe Group verringerte sich dadurch leicht um -0,3 Prozentpunkte auf 27,7 Prozent; Deutschland: +0,3 Prozentpunkte, auf 72,3 Prozent. Die Zahl der Märkte stieg insgesamt um 3,7 Prozent auf 15.313.

Stärkstes Umsatzwachstum

Ausschlaggebend für das Umsatzplus waren unter anderem die Übernahme der  Kaiser’sTengelmann-Filialen in Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen, die Gründung der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG (SuNo) mit ihren Sky-Märkten sowie die Konsolidierung des neu gegründeten Joint Ventures mit der ReweDortmund eG. Aber auch der Umstand, dass Rewe sehr kräftig organisch aus eigener Kraft gewachsen ist hat seinen Anteil daran. Im hart umkämpften deutschen Lebensmitteleinzelhandelsmarkt hat Rewe auch ohne die übernommenen Filialen das stärkste Umsatzwachstum der Supermarkt-Branche erwirtschaftet. Und auch das Auslandsgeschäft insbesondere in Mittel- und Osteuropa hat sich hervorragend entwickelt. 

Gut gerüstet für die Zukunft

Das wirkt sich positiv auf den ganzen Rewe-Konzern aus, dessen Umsatz im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent von 45,6 Milliarden Euro auf 49,4 Milliarden Euro gestiegen ist. Zwar sind durch die Übernahmen nicht nur die Umsätze, sondern auch die Ausgaben gestiegen. Trotzdem rechnet man beim Rewe-Konzern für 2017 mit einem Jahresüberschuss von voraussichtlich 338 Millionen Euro. „Wir sehen uns gut gerüstet für die vor uns liegenden Herausforderungen. Durch die Kaiser’sTengelmann-Filialen und den Sanierungsbedarf bei Sky haben wir eine temporäre Ergebnisbelastung. Doch indem wir dort investieren und modernisieren, verbessern wir unsere Wettbewerbsposition erheblich. Diesen Weg werden wir fortsetzen. Mit Konzepten wie Rewe 2020 und Penny 2020 in Deutschland stärken wir unser stationäres Geschäft. Gleichzeitig setzen wir unseren Digitalisierungskurs fort und optimieren unsere Omnichannel-Konzepte. Mit unseren hohen Investitionen, die wir auch über 2018 hinaus geplant haben, wollen wir die Geschwindigkeit unseres profitablen Umsatzwachstums nochmals signifikant erhöhen“, so Souque.

Schwaches Rewe-Jahr in Österreich

Die Supermarkt- und Drogeriemarkt-Aktivitäten in Österreich fallen, gemeinsam mit Tschechien, der Slowakei, Russland, Bulgarien, Kroatien und der Ukraine, in den Bereich Vollsortiment International. Dieser legte beim Umsatz insgesamt um 4,9 Prozent  (wechselkursbereinigt um 3,8 Prozent) von 8,5 auf 8,9 Milliarden Euro zu. Der Umsatz im Vollsortiment Österreich mit Billa, Bipa, Merkur und Adeg stieg alles zusammen um 1,4 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Die Supermärkte (Billa, Merkur, Adeg) wuchsen um 1,9 Prozent, während die Bipa-Drogeriemärkte 4,7 Prozent beim Umsatz einbüßten. Die Gründe dafür sind die Bereinigungen des Filialportfolios sowie gezielte Investitionen in die Preise.

In den Ländern Italien, Österreich, Ungarn, Rumänien und Tschechien erwirtschaftete Penny International einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Umsatzplus von 5,4 Prozent (wechselkursbereinigt +4,8 Prozent). Die umsatzstärksten Länder sind Tschechien (1,3 Mrd. Euro), Italien (1,1 Mrd. Euro) und Österreich (785 Mio. Euro).

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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