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Marktführer im Drogeriehandel in Österreich ist dm drogerie markt, dicht gefolgt von Bipa

Überdurchschnittliches Wachstum beim Drogerie- und Parfumeriehandel

28.09.2016

Laut der aktuellen RegioData-Studie wächst der Handel mit Drogerie- und Parfumeriewaren in Österreich kontinuierlich und deutlich stärker als alle andere Handelsbranchen: + 30 % in den letzten 10 Jahren. Der Grund liegt vor allem in einem gestiegenen Körper- und Gesundheitsbewusstsein.

Die Ausgaben für Körperpflege-, Wellness- und Schönheitsprodukte zählen in Österreich seit Jahren zu der am stärksten steigenden Warengruppe (übrigens neben Gastronomieausgaben und Urlaubsreisen). Und immer neue Produkte erschließen neue Zielgruppen (z.B. vegane Kosmetik oder Hautpflege für Männer) und lassen die Kassen klingeln.

Für Drogerie- und Parfumerieartikel gibt jeder Österreicher im Schnitt 570 €pro Jahr aus, das entspricht 9 Prozent  aller Konsumausgaben einer Person. Drogerien und Parfumerien können davon rund  56 Prozent lukrieren, der Rest fließt in andere Vertriebskanäle, wie etwa dem Le-bensmitteleinzelhandel, Baumärkte oder Apotheken.

Online spielt noch eine geringe Rolle

Die etwa drei Jahre zurückliegende Pleite von Schlecker bzw. des Nachfolgeunternehmens dayli hat die Branche durcheinandergewirbelt. Immerhin hatte das Unternehmen in Österreich mehr als 1000 Standorte – mehr als dm und Bipa zusammen. Das dadurch frei gewordene Umsatzpotenzial ist kurzfristig in den Lebensmittelhandel abgewandert, wurde jedoch wieder von dm, Bipa und Müller nahezu komplett zurückerobert.

Nur etwa 6 Prozent des Drogerie-Umsatzes werden laut RegioData derzeit online getätigt. Im Vergleich etwa zu Büchern, Elektronik oder Bekleidung mit bis zu 30  Prozent ein sehr bescheidener Anteil. Vor allem die Körperpflege- und Haushaltsprodukte werden derzeit noch kaum online bestellt. Allerdings sind in der letzten Zeit massive Internetaktivitäten der Drogeriemärkte und des Lebensmittelhandels zu beobachten, so dass dieses Angebot auch das Kaufverhalten stark verändern wird. In den nächsten 3 Jahren ist daher mit einer Verdoppelung des Onlineanteils auf 12 - 13 Prozent zu rechnen.

dm nach wie vor Branchenprimus

Die Sortimentsbereiche Düfte und Dekorative Kosmetik sind auf Grund der aus Händlersicht hohen Gewinnspannen in der Branche heiß umkämpft: Drogeriemärkte erweitern ihr Angebot kontinuierlich in diese Richtung und andererseits entstehen auch in Österreich filialisierte Spezialisten wie MÄC oder Kiko Milano.

Der Branchenprimus, bezogen auf den Umsatz in Österreich, ist, allerdings mit geringem Vorsprung, dm Drogeriemarkt, gefolgt von Bipa. Gemeinsam erzielen die beiden Unternehmen über 60 Prozent des gesamten Marktvolumens. Betrachtet man den Parfumeriebereich getrennt, ist der Marktführer klar Marionnaud, der dem Verfolger Douglas in den letzten Jahren davongezogen ist. Am expansivsten zeigt sich derzeit Müller Drogerie, mit jährlichen Umsatzsteigerungen von mehr als 10 Prozent.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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