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Umsatzminus bei Kaufhof

06.06.2018

Der deutsche Warenhauskette Kaufhof wird für den kanadischen Mutterkonzern HBC immer mehr zur Belastung. Die Erlöse des einstigen Hoffnungsträgers sanken im ersten Quartal um 6 Prozent.

Die Kaufhof-Übernahme vom börsennotierten Handelsriesen HBC (2015) sollte Wachstum und eine weitere Expansion in Europa bringen. Doch die Handelskette wird eher zum Sanierungsfall. HBC verbuchte im Europa-Geschäft um Kaufhof im ersten Quartal (zum 5. Mai) einen deutlichen Umsatzrückgang (-6%). "Der Jahresstart 2018 war aufgrund der Witterung für den Textileinzelhandel nicht einfach und das gilt auch für Galeria Kaufhof. Das Ergebnis ist für uns enttäuschend", so der neue Kaufhof-Chef Roland Neuwald. Ein schlechtes Resultat, obwohl zum Jahresanfang ein Sanierungs- und Umbauprogramm gestartet wurde. Doch laut Neuwald sind zumindest erste Fortschritte zu sehen, beispielweise bei der Modernisierung der Filialen. Auch Partnerkonzepte wie mit das Kosmetik-Unternehmen Sephora sollen vorankommen. Hauptproblem bleibt aber die Tatsache, dass viele Kunden Innenstädten und Warenhäusern den Rücken kehren und ihre Einkäufe lieber bei Online-Händlern bestellen. Für zusätzliche Belastung sorgten die zahlreichen Management-Wechsel, die nach der Übernahme die Kaufhof-Belegschaft verunsicherten.

Sparen wo’s nur geht

Um die deutsche Kette wieder voran zu bringen sollen die Kosten-Strukturen bei Kaufhof verbessert werden. Auch Neuwald will weiter auf die Kostenbremse treten, das soll auch die Mitarbeiter betreffen. Der Manager argumentiert damit, dass nur mit geringeren Personalkosten eine nachhaltige Trendwende bei Galeria Kaufhof möglich ist. Derzeit sprechen das Management und die Gewerkschaft Verdi über eine Neuausrichtung, sowie die Erörterung eines Sanierungstarifvertrags.

Im HBC-Konzern selbst stagnierten die Umsätze. Denn im Gegensatz zum Kaufhof konnte die Kette Saks Fifth Avenue die Erlöse deutlich steigern. Trotzdem schrieben auch die Kanadier rote Zahlen. Angesichts steigender Kosten kam es zu einen Verlust von 400 Mio. kanadischen Dollar (264 Mio. Euro) und das nach einem Minus von 221 Mio. vor der Jahresfrist.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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