Direkt zum Inhalt
Der heimische Handel legte 2016 beim Umsatz um 2 Prozent zu, das Weihnachtsgeschäfte brachte sogar ein Umsatzplus von 3 Prozent

Umsatzplus im heimischen Einzelhandel 2016

25.01.2017

Der Konjunkturbarometer des Handelsverbandes zeigt, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um zwei Prozent zulegte, wobei das Weihnachtsgeschäft ein nominelles Umsatzplus von drei Prozent brachte. Für 2017 erwarten sich die Handelsunternehmen eine Umsatzsteigerung von 2,2 Prozent.

Der im Auftrag des Handelsverbandes erhobene Konjunkturbarometer im Einzelhandel zeigt für das Jahr 2016 einen spürbaren Aufwärtstrend. Im Gesamtjahr 2016 bilanzieren die befragten Einzelhändler mit einem Umsatzwachstum von knapp 2,0% und durchbrechen damit erstmals die 70 Mrd. Euro Grenze.

„Auch wenn die Steuerreform nur zum Teil im Handel ankommt, hat sich das Konsumklima in Österreich merklich verbessert. Die historisch niedrigste Sparquote der österreichischen Haushalte und eine erhöhte Konsumbereitschaft lassen den Handel eine positive Bilanz ziehen“, so Rainer Will Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Weihnachtsgeschäft als Umsatzboost

Besonders erfreulich lief das Weihnachtsgeschäft. Die im Zuge des Konjunkturbarometers erhobenen Daten zeigen ein Wachstum des Weihnachtsumsatzes von 3,0% und bestätigen damit die vorweihnachtliche WIFO Prognose von +2–3%. Damit steigt die Hoffnung auf ein positives endgültiges Ergebnis, dass die Statistik Austria - nachdem die getätigten Dezemberumsätze erhoben wurden - im Februar bekanntgeben wird.

„Das deutliche Umsatzwachstum unterstreicht die Bedeutung dieses ´fünften Quartals` für den heimischen Handel. Trotz zunehmendem Kaufkraftabfluss durch internationale Player, deren Anteil am österreichischen E-Commerce überproportional wächst, konnte der heimische Handel bei den Konsumenten zu Weihnachten voll punkten. Dies war nicht zuletzt auch der günstigen Wetterlage zu verdanken. Kalte Winter sind traditionell ein Umsatzbooster für den Handel“, zeigt sich  Will mit dem Weihnachtsgeschäft sehr zufrieden.

Positive Stimmung für 2017

Die positive Umsatzentwicklung soll sich auch im Jahr 2017 fortsetzen. „Die konjunkturelle Aufhellung bildet sich laut Konjunkturbarometer auch in der Erwartungshaltung der österreichischen Einzelhändler für 2017 ab. Branchenübergreifend geht man derzeit von einem Umsatzplus von 2,2% aus“, so Will. Auffallend dabei ist, dass die Branche `Bekleidung, Schuhe & Lederwaren` deutlich pessimistischer in das Jahr startet. Die Prognose für 2017 liegt bei +0,8%, alle anderen Branchen zusammen erwarten ein Umsatzplus von 3,2%.

Der Handelsverband Konjunkturbarometer wurde von MindTake Research durchgeführt. Befragt wurden Einzelhändler aller Branchen und Größenklassen, exkl. KFZ-Handel.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Amazon Go: Keine Wartezeiten beim Check-out, dafür Weitergabe von persönlichen Daten
International
12.12.2016

Amazon wird 2017 in Seattle (USA) den ersten Amazon-Go-Supermarkt eröffnen. Durch das Aktivieren der Amazon-Go-App werden die genommenen Waren automatisch verbucht, Kassen gibt es keine. Geplant ...

Auch der Weihnachtsmann und das Christkind nutzen mittlerweile verstärkt das Internet
Handel
07.12.2016

Immer mehr Weihnachtseinkäufe werden über Online-Shops getätigt, das ergab eine Umfrage des Handelsverbandes gemeinsam mit Marketagent.com. Der stationäre Handel punktet mit weihnachtlicher ...

Gedankenaustausch (v. l.): Rita Stupf, Gregor Wolf, Rainer Will, Gunter Schall, Alexander Eidelpes, Gebhard Weiss und Bernhard Weber
Handel
05.12.2016

Gemeinsam mit der Austrian Development Agency  (ADA) hat der Handelsverband das Pilotprojekt „Import Information Hub Austria“ gestartet. Ab 2017 soll das Forum für heimische Importeure und ...

Spar Vorstand Fritz Poppmeier
Handel
30.11.2016

Der Handelsverband wächst weiter. Ab sofort ist mit Spar der zweitgrößte Lebensmittelhändler Österreichs Mitglied im Handelsverband, der freiwilligen Interessenvertretung der österreichischen ...

Handelsobfrau der WKO, Iris Thalbauer.
Thema
29.11.2016

Im Rat für Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Union wurde gestern die sog. „Allgemeine Ausrichtung zur Geoblocking-Verordnung“ beschlossen. Danach soll die Verpflichtung des Handels  bestehen, ...

Werbung