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Mit Bier kann man mächtig Spaß haben, auch wenn immer mehr Produkte alkoholfrei werden. Der Geschmack verbessert sich rasant.

Unbelastet

10.05.2017

Bier sollte dem Trend nach womöglich Folgendes nicht beinhalten: Glyphosat, mehr als die Grundstoffe und paradoxerweise Alkohol.

Österreichs Brauwirtschaft konnte 2016 mit einem Gesamtausstoß von insgesamt 9,5 Mio. Hektolitern (inkl. alkoholfreiem Bier – AF-Bier – und Exporten; exkl. AF-Bier rd. 9,2 Mio. hl) und einem Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erneut zulegen. Der Konsum im Inland ging 2016 ­jedoch leicht zurück: Die Österreicher haben vergangenes Jahr 8,5 Mio. hl (–0,3 %; ohne AF-Bier) konsumiert, weshalb der Pro-Kopf-Genuss von 2015 auf 2016 von 210 auf 206 Krügel (knapp über 103 Liter; ohne AF-Bier) sank. Doch die Anzahl der Braustätten ist von 214 auf 235 gestiegen. 

Lager und Märzen bleiben Lieblingsbiere

Die Lieblingsbiere der Österreicher sind nach wie vor Lager und Märzen mit 5,4 Mio. hl (+1%) sowie sonstiges Vollbier mit 1,3 Mio. hl (–1%). Zulegen konnten Spezialbiere mit knapp 325.000 hl (+4%) und Bockbiere mit rd. 20.500 hl (+5%). Rückgänge gab es bei Leichtbier mit 6200 hl (–37%), Radler mit Alkohol mit 468.000 hl (–8%) und Schankbier mit 368.000 hl (–6%). Der österreichische Bierkulturbericht 2016 stellt fest: Es gibt einen Trend zu alkoholreduzierten und alkoholfreien Produkten, die immer mehr ihren Platz in der heimischen Bierkultur beanspruchen. Eine – im Sinne der Bierkultur wichtige – neue Erkenntnis aus der aktuellen Studie ist, dass beim alkoholfreien Bier der Genussaspekt zunimmt: Die Lust auf Biergeschmack bei gleichzeitigem Alkoholverzicht ist als Auswahlkriterium signifikant gewachsen und wird bereits von 44 Prozent als Motiv angegeben (2015: 29%). 

Bereits 19 Prozent der Österreicher bekennen sich explizit zu alkoholfreiem Bier, Frauen (22%) und Südösterreicher (31%) sprechen ihm überdurchschnittlich zu. Die Zahl der Kenner von alkoholfreien Bierprodukten liegt bei 28 Prozent (2015: 24%). 
Beliebt und weiter auf dem Vormarsch sind Radler in Österreich: Sie erfreuen sich bei rund der Hälfte der Österreicher (48%) großer Beliebtheit. Vor allem bei Frauen (55%) und der Gruppe der 18 bis 29-Jährigen (72%) kommen Radler und Co. besonders gut an.

Autor/in:
Gabriele Jiresch
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