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Ungarn: Hypermärkte und Diskonter wachsen

26.04.2006

Der ungarische Lebensmittel-Einzelhandel ist geprägt von einer Expansion der Hypermärkte, dem Aufschwung des Diskonthandels und der zunehmenden Verbreitung von billigen Handelsmarken. Die Gesamteinnahmen im Lebensmittel-Einzelhandel betrugen im Jahr 2005 2.234 Mrd. Forint (8,42 Mrd. Euro), was einen die Inflationsrate kaum übersteigenden Anstieg im Vergleich zu 2004 (Einnahmen von 2.200 Mrd. Forint) bedeutet. Dies stellt die jüngste Analyse des Marktforschungsinstitutes GfK Hungaria fest.
Laut GfK hatten die Hypermärkte (Tesco, Auchan, Cora und Interspar) 2005 einen 24 prozentigen Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz (2003 waren es lediglich 21 Prozent). Der Anteil der Diskonter (Penny Market, Plus, Lidl) machte nach einer zweijährigen Stagnation nun 17 Prozent aus, während die Supermärkte und Cash&Carry Märkte ihre früheren Positionen bewahren konnten.

Die selbstständigen Einzelhändler gelten laut GfK-Angaben als Verlierer, da ihr Anteil zwischen 2003 und 2005 von 21 auf 16 Prozent sank. Für die nächsten vier bis fünf Jahre prognostizieren die Marktforscher die Fortsetzung des Wandels vor allem im Diskontsegment. Die Diskonter dürften in den nächsten Jahren sogar einen 23- bis 25-prozentigen Marktanteil erzielen, zumal man mit dem baldigen Markteintritt von Aldi/Hofer in Ungarn rechnet.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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