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Seit dem 14. bzw. 15. Jahrhundert schenken sich Liebespaare in England am 14. Februar Blumen oder Süßigkeiten.

Valentinstag: Keine Erfindung der Blumenhändler

10.02.2016

Neben dem Muttertag gehört der Valentinstag zu den stärksten Umsatzbringern im heimischen Handel, so man Weihnachten nicht dazu rechnet. Doch was genau macht einen perfekten Valentinstag aus? Und wie stehen die Österreicher dazu? In Kooperation mit market und Marketagent.com haben Schlumbergerm, Milka und der Handelsverband nachgefragt.

Verliebte freuen sich auf ihn, Singles weniger: Die Rede ist vom Valentinstag am 14. Februar. Angeblich geht der „Tag der Liebe“ auf den italienischen Bischof Valentin Terni zurück (3. Jahrhundert), der Blumen an frisch Verliebte verschenkt und Paare nach christlicher Tradition vermählt haben soll. Da das im römischen Reich zu der Zeit aber verboten war, wurde er dafür zum Tode verurteilt und am 14. Februar 269 enthauptet. Aber auch die alten Römer feierten am 14. Februar, und zwar das Fest zu Ehren des Gottes Lupercus, Gott der Hirten und der Fruchtbarkeit. An diesem Tag wurden Männer und Frauen durch eine Liebeslotterie zusammengebracht. In England wird der Valentinstag, an dem sich Liebespaare Blumen und Süßigkeiten schenken, bereits seit dem 14. Jahrhundert oder 15. Jahrhundert gefeiert. Diese Tradition beruht auf das Gedicht „Parlament der Vögel“ von Geoffrey Chauder, in dem sich Vögel zu diesem Feiertag zu Paaren zusammenfinden. Englische Auswanderer brachten diesen Brauch dann nach Amerika und auch zu uns, wobei der Valentinstag in Deutschland ab 1950 gefeiert wird, ab wann genau Österreich mitfeiert war nicht zu eruieren.

Romantik pur in alter Tradition

Laut der Schlumberg-market-Studie gehört für 31 Prozent der Österreicher der Valentinstag zum Liebesleben einfach dazu, sprich der Valentinstag ist für sie „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Regelmäßig, also jedes Jahr, zelebriert wird er von 20,7 Prozent, sagt die Milka-Marketagent.com-Studie. Wobei genauso viele, nämlich 20,1 Prozent, den Tag der Liebe nur manchmal und 19,5 Prozent ganz selten feiern. Sprich für 39,7 Prozent spielt der Valentinstag überhaupt keine Rolle. Auf zarte Gesten wie Blumen schenken (45,7 %), miteinander kuscheln (33,3 %) und kleine Aufmerksamkeiten (25,7 Prozent) wie Schokolade-Pralinen möchten die Verliebten dennoch nicht verzichten. Zu den Top-Liebesgeschenken zählen außerdem Einladungen zu romantischen Wochenenden (40,6 %), ein gemeinsames Essen im Restaurant (37 %) oder der gute alte Klassiker Blumenstrauß (33,9 %). Das heißt, die Tradition Schokolode und Blumen zu verschenken, wird auch heute noch gelebt. Vielen ist das auch wirklich wichtig, zeigt die Umfrage von Schlumberger und market. Denn für 63 Prozent gehört zu einem perfekten Valentinstag, dass sie Blumen verschenken oder geschenkt bekommen. Bei 39 Prozent  dürfen persönliche Geschenke, die zeigen, dass man sich über den Partner Gedanken macht dazu. Ebenso hoch im Kurs stehen ein gemeinsamer Restaurant-Besuch (34 %), ein kuscheliger Abend zu zweit zuhause (29 %) und ein das gemeinsame Anstoßen mit einem Glas Sekt (19 %). Ein klein wenig anders, aber doch ähnlich sind die Top-Liebesgeschenke der Umfrage von Milka und marketagent.com: Da findet sich auf Platz ein das romantische Wochenende (40,6 %), gefolgt von der Restaurant-Einladung (37 %), Blumen (33,9 %), gemeinsame Reise (28,2 %), Schmuck (15,1 %), Schokolade/Pralinen (14,6 %) und Parfum (13,8 %). 

Rechtzeitig ist früh genug

Durchschnittlich geben die Österreicher 30 Euro für Valentinstagsgeschenke aus. So das Ergebnis des Handelsverband Consumer Checks, der von Marketagent.com durchgeführt wurde. Dabei greifen Frauen und Männer gleich tief in die Tasche. Und das obwohl Frauen gerne Immaterielles schenken. Jede fünfte Frau beglückt ihren Partner mit Zeit oder gemeinsamen Ausflügen. Am spendabelsten ist die Generation 50plus, denen der Valentinstag 40 Euro wert ist. "Auffällig ist, dass Frauen und Männer mit durchschnittlich 30 Euro gleich viel für Geschenke ausgeben und diese sehr kurzfristig, erst ein oder zwei Tage vorher, kaufen. Auch heuer werden in Österreich wieder rund 20 Millionen Schnittblumen und 12 Millionen Topfpflanzen verschenkt“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Immerhin sehen knapp 70 Prozent der Männer einen Blumenstrauß als das perfekte Geschenk an. „Blumen und Schokolade sind nach wie vor die Klassiker am Valentinstag. Daneben darf sich allerdings auch die Gastronomie auf den Tag der Liebe freuen - in der jungen Generation der unter 30-jährigen plant jeder Dritte einen Restaurantbesuch bzw. gemeinsam auswärts essen zu gehen“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Da Blumen schnell verwelken und Süßes einfach und schnell besorgt werden kann, verwundert es nicht, dass laut der Handelsverband-Umfrage über ein Drittel erst am Tag vor dem Valentinstag das passende Geschenk finden bzw. besorgen. 10 Prozent der Österreicher besorgen ihr Geschenk sogar erst am Valentinstag selbst.

Alice Rienesl

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