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Versandhandel

26.01.2005

Mit mehr Markenprodukten und einem Ausbau des Autogeschäfts will das zum KarstadtQuelle-Konzern gehörden Versandhaus Quelle die Talfahrt beim Umsatz beenden. "Wir sind froh, dass das Jahr 2004 vorbei ist", sagte Unternehmenssprecher Erich Jeske in München. Die Diskussion um den in Schieflage geratenen Mutterkonzern habe wesentlich zu dem starken Umsatzeinbruch bei Quelle beigetragen, da das Minus bei der Konzerntochter Neckermann wesentlich geringer ausgefallen sei.

Quelle und Neckermann hatten nach Konzernangaben im vergangenen Jahr einen Umsatzeinbruch von 11,3 Prozent erlitten. Nach Angaben von Jeske wird Quelle entgegen früheren Angaben an dem Prinzip des "Hauptkatalogs" festhalten. Allerdings prüfe der Versender eine Aufspaltung in einen Modekatalog und einen weiteren für Technik und sonstige "Hartwaren" wie Möbel. Bereits der kommende Herbst/Winterkatalog soll in einer deutschen Testregion die gesplitteten Kataloge getestet werden, um die Kundenakzeptanz zu prüfen.

Quelle Österreich kommt dieses Jahr dagegen mit vier Jahreszeiten-bezogenen Katalogen statt bisher zwei auf den Markt. Die Testergebnisse in Deutschland werde man sich ansehen, sagte Neo-Chef Kese Gabriels zur APA.

Im Gegensatz zu Österreich wo der Autoversand kein Thema ist, will Quelle Deutschland dieses Segment ab Februar weiter

Im Modebereich will Quelle in Deutschland nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Bogner wesentlich mehr auf Markenanbieter setzen. "Wir haben die Qualität vernachlässigt", sagte Jeske, "wir können nicht mit Aldi konkurrieren".

Jeske betonte, dass Quelle trotz des Umsatzeinbruchs weiterhin keine betriebsbedingten Kündigungen plane und den Personalabbau durch Fluktuation vorantreiben wolle: "Wir fahren einen sehr harten Einstellungsstopp", betonte der Unternehmenssprecher.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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