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Unter anderem sollen auch Haushalts-Großgeräte ab 11. April aus dem LEH-Sortiment verschwinden.

Verzicht auf Nonfood - aber erst nach Ostersamstag

06.04.2020

Der zunehmende Druck derzeit geschlossener Branchen, klare Aussagen der Wirtschaftskammer sowie Wirtschaftsministerium und wohl auch die Befürchtung einer diesbezüglichen Verordnung haben am Wochenende für eine Einigung der großen Lebensmittel-Handelsketten gesorgt: Das Nonfood-Sortiment wird stark eingeschränkt.

„Wir wollen mit diesem Akt der Solidarität zum Ausdruck bringen, dass wir keinesfalls die Notlage von vielen Non-Food-Geschäften, die derzeit nicht geöffnet sein dürfen, ausnutzen, und schränken daher von uns aus große Teile des Non-Food-Sortiments im Direktverkauf ein“, so Rewe, Spar, Hofer, Lidl und Metro in einem gemeinsamen Statement. Direktverkauf bedeutet, dass die betroffenen Non-Food-Artikel ab Karsamstag, 11. April 2020, nicht mehr in den Geschäften zu erwerben sein werden. Onlinebestellungen sowie Hauszustellungen sind von diesen Beschränkungen ausgenommen.

Am längsten hatte sich davor die Spar gegen Einschränkungen gewehrt - angesichts des sehr umfangreichen Nonfood-Sortiments speziell der Interspar-Märkte wenig verwunderlich. 

Lidl Österreich weist darauf hin, dass man die Sortimentsbreite im Non-Food, die Mengen der in den Verkauf gebrachten Non-Food Artikel und die Bewerbung dafür bereits seit Wochen eingeschränkt habe - die nun beschlossene Kompromisslösung bedeute eine weitere Reduktion des Sortiments, werde aber selbstverständlich mitgetragen.

Die betroffenen Warengruppen sind:

  • TV-Geräte
  • Computer (nicht jedoch Zubehör)
  • Fahrräder und E-Bikes
  • Navigationsgeräte
  • Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Wäschetrockner, Kühlschränke, Gefrierschränke, Herde, Geschirrspüler
  • Heimwerker-Großgeräte
  • Möbel inkl. Gartenmöbel
  • Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung
  • Sportbekleidung
  • Babybekleidung
  • Autozubehör
  • Malerbedarf
  • Pools und Poolzubehör
  • Fitness-Großgeräte

Erleichterung bei der Wirtschaftskammer

KR Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich: „Ich bin sehr froh über diese Lösung und respektiere sehr diese freiwillige Selbstbeschränkung der großen Lebensmittelketten in unserem Land. Die Situation ist für uns alle enorm schwierig, weshalb dieser Akt der Solidarität ein sehr positives Signal an die tausenden KollegInnen, die derzeit ihre Geschäfte nicht offen halten dürfen, darstellt. Ich hoffe natürlich, dass die Bundesregierung schon bald wieder in der Lage sein wird, die Schließung beim Großteil des heimischen Handels aufzuheben und wir schrittweise dem Normalzustand wieder näherkommen.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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