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Von 66 auf 72 Stunden

14.02.2007

Österreichs Geschäfte dürfen voraussichtlich bereits ab kommenden Sommer länger offen halten, und zwar von 6 bis 21 Uhr und an Samstagen bis 18 Uhr. Die Wochenöffnungszeit wird von derzeit 66 auf 72 Stunden ausgeweitet. Darauf haben sich die Koalitionspartner bereits geeinigt.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) hat den Entwurf für das neue Ladenöffnungsgesetz in Begutachtung geschickt. Die Begutachtungsfrist für den vorliegenden Gesetzesentwurf endet im März 2007.
Bis zu 15 Stunden soll ein Einkaufstag von Montag bis Freitag künftig dauern können. Am Samstag sind bis zu 12 Stunden möglich, an Sonntagen bleiben die Geschäfte zu, so Bartenstein.
Zum Wunsch des Handels, bei Großereignissen auch am Sonntag aufsperren zu dürfen, spielt Bartenstein den Ball den Landeshauptleuten zu. „Ich möchte, dass während der Fußballeuropameisterschaft 2008 (die Veranstaltung dauert drei Wochen; Anm.) die Landeshauptleute dann von ihrer Verordnungsermächtigung Gebrauch machen und an diesen Sonntagen offen halten.“
Dem Handelsverband, dem 150 große heimische Unternehmen wie Ikea, H&M, Humanic oder Zielpunkt angehören, geht der Gesetzesentwurf nicht weit genug. Seine Mitglieder wollen bis 22 Uhr offenhalten und die wöchentlichen Öffnungszeiten bis 96 Stunden ausweiten. Zustimmung für diese Wünsche sucht der Verband derzeit bei einer Kunden-Unterschriftenaktion. Der Handelsverband erwartet sich von längeren Öffnungszeiten deutliche Umsatzsteigerungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
In Deutschland sind längere Öffnungszeiten nicht überall ein Erfolg. Acht Wochen nach der Freigabe des Ladenschlusses in Norddeutschland sind die meisten Händler wieder zu ihren alten Öffnungszeiten zurückgekehrt. red

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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