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Vorarlberg Milch bilanziert positiv

02.06.2010

Die Vorarlberger Großmolkerei-Genossenschaft "Vorarlberg Milch" hat im Geschäftsjahr 2009 einen Bilanzgewinn von knapp 159.000 Euro erzielt. 2008 hatte wegen freiwilliger Zuschläge an die Milchbauern noch ein Bilanzverlust in Höhe von rund 490.000 Euro resultiert. Das Unternehmen könne auch "in schwierigen Zeiten seinen Auftrag erfüllen", erklärte Geschäftsführer Raimund Wachter am Donnerstag bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Beim Milchpreis sei in den nächsten Monaten mit einer leicht steigenden Tendenz zu rechnen.

Der Warenumsatz der "Vorarlberg Milch" ging im vergangenen Jahr wegen der Marktpreise trotz gleichbleibender Absatzmenge um 8,5 Prozent auf 36,8 Mio. Euro (2008: 40,3 Mio. Euro) zurück. 2009 habe die Milchwirtschaft einen starken Preisverfall im Ausmaß von rund 20 Prozent hinnehmen müssen, betonte Wachter.

Erst gegen Jahresende habe der Milchpreis angehoben werden können. Den aktuellen Milchpreis bezifferte der Geschäftsführer mit 33,335 Cent brutto pro Kilogramm Milch, vor einem Jahr wurden 29 Cent bezahlt. Eine Steigerung beim Milchpreis sei "für die Zukunft der heimischen Landwirte dringend notwendig", so Wachter. Das an die Lieferanten ausbezahlte Milchgeld belief sich 2009 auf 17,8 Mio. Euro gegenüber 21,3 Mio.

Euro im Jahr 2008. Insgesamt wurden von der 630 Mitglieder umfassenden Großmolkerei-Genossenschaft im vergangenen Jahr 57,9 Mio. Kilogramm Milch (plus 2,1 Prozent) verarbeitet, das entspricht etwa 60 Prozent der gesamten Vorarlberger Milch. 22 Prozent des Absatzes gingen ins Ausland.

Im Hinblick auf die Produktpalette wies Wachter darauf hin, dass seit August 2009 24 Bio-Landwirte rund zwei Mio. Kilo Milch pro Jahr aus biologischer Landwirtschaft an "Vorarlberg Milch" liefern. Bereits zehn Prozent der Trinkmilch werde als Biomilch abgefüllt und vermarktet, erklärte der Geschäftsführer.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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