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Wachstum bei Drogerien

30.05.2018

Die Österreicher lassen sich ihr Aussehen einiges kosten: Im vergangenen Jahr stiegen die Ausgaben für Drogerie- und Parfümerieartikel um 2,8 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro. Größter Gewinner der Entwicklung ist die Drogeriekette dm.

Durch das steigende Körper- und Gesundheitsbewusstsein hierzulande profitiert besonders der österreichische Drogerie- und Parfümeriehandel. Laut der aktuellen RegioData-Erhebung ist der Umsatz in den letzten 12 Jahren um ca. 36 Prozent gestiegen. Allein 2017 erhöhten sich die Ausgaben für die Produkte von Müller, Bipa, dm etc. um 2,8 Prozent, auf 4,9 Mrd. Euro. Durchschnittlich gibt jeder Österreicher pro Jahr 604 Euro für Parfümerie-Artikel aus.

Abgaben

Die Branche profitiert vor allem von der allgemeinen guten wirtschaftlichen Lage, die für eine hohe Konsumdynamik sorgt, sowie die Expansion der Werbung. Einen kleine Schwierigkeit gibt es aber: Drogerien und Parfümerien können von den Konsumausgaben nur ca. 56 Prozent binden. Der Rest fließt in Vertriebskanäle wie Lebensmittelhandel, Tierfutteranbieter oder Apotheken. Auch immer mehr Internet Pure-Player verlangen ihren Anteil am Geschäft. Trotzdem ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent nominell gestiegen, während die Inflation in Österreich im gleichen Zeitraum 2,1 Prozent betrug.

Stationär & Online

Der Umsatz-Marktführer in Österreich, ist seit 2015 dm Drogeriemarkt. Auch heuer konnte die Handelskette seine Marktanteile wieder steigern, während Bipa, die Nummer 2, leichte Verluste hinnehmen musste. Die Rewe-Tochter, wird einer Genesungskur unterzogen, weshalb zwischen 50 und 100 Standorte geschlossen werden sollen. Gemeinsam erzielen die beiden Unternehmen 60 Prozent des gesamten Marktvolumens. Den 3. Platz belegt weiterhin Müller, der seinen Marktanteil, nach Jahren des rasanten Aufstiegs, gehalten hat.

Nur etwa 8 Prozent des Gesamtumsatzes im Drogerie- und Parfümeriehandel werden derzeit online getätigt. Doch obwohl Konsumenten das Ausprobieren und Einkaufen vor Ort bevorzugen, ist der Zuwachs in diesem Bereich fast dreimal so hoch, wie der gesamte Umsatz der Branche. Im internationalen Vergleich liegt Österreichs Onlineanteil damit im Spitzenfeld.

Trend: Bio, Fair, Vegan und ein gepflegtes Äußeres

Während die Kernsortimente Körperpflege, Haushaltsreiniger und Tiernahrung stabil bleiben, steigen Bereiche wie Feinkosmetik, Parfums und Bioprodukte deutlich an. Im Schnitt gibt jede Person jährlich 300 Euro dafür aus. Laut RegioData ist in Zukunft mehr Vielfalt in der Körperpflege, speziell in den Regalen der Natur- und Männerkosmetik, zu erwarten. Zudem stehen Bio-Lebensmittel, mit Rücksicht auf Intoleranzen, und ökologische Putz- und Reinigungsmittel im Fokus. Gerade im Parfümeriebereich gibt es einen weiteren interessanten Trend: Herstellermarken drängen immer stärker in den stationären Handel (z.B sind Rituals, Kiko Milano, L`Occitane, M.A.C., The Body Shop, Lush und Yves Rocher.) Der Marktanteil ist zwar erst bei etwa 2 Prozent, aber die Unternehmen haben in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch im Möbel- und Bekleidungshandel.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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