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Henkel konnte 2016 auch in einem schwierigen Marktumfeld wieder Höchstwerte erzielen

Wachstum trotz Preisdruck

06.03.2017

Henkel erreichte 2016 neue Rekordwerte.  Möglich wurde das vor allem durch eine schlanke Kostenstruktur, gute Volumensentwicklungen sowie einen großen Zukauf. Und die Expansion geht weiter: Vor kurzem gab Henkel ein Übernahmeangebot für Darex Packaging Technologies ab.

So einige Werte der Henkel-Bilanz, die Ende Februar am Standort in Düsseldorf vorgestellt wurden, erreichten wieder einen neuen Rekordwert: Umsatz, EBIT, bereinigte Umsatzrendite, bereinigtes Ergebnis der Vorzugsaktie und die Dividende. Die glücklichen Gesichter des Vorstands, der die Zahlen aus 2016 präsentierte, rührten nicht unbedingt vom beginnenden Karneval in Düsseldorf her, sondern vor allem aufgrund der Ergebnisse. Hans van Bylen als Vorstandsvorsitzender und seine beiden Kollegen Carsten Knobel als CFO und Kathrin Menges, zuständig für Personal, Infrastruktur und Nachhaltigkeit, durften die besten Ergebnisse seit Langem vorstellen.

Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis

Die Ergebnisse in Kürze: In einem schwierigen Marktumfeld konnte man nochmals neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielen und hat die Finanzziele für das Geschäftsjahr erreicht. Die Ergebnisqualität ist sehr hoch. Erstmals erzielte Henkel ein bereinigtes betriebliches Ergebnis von mehr als drei Mrd. Euro.

Im September 2016 wurde der Zukauf von Sun Products (in USA) abgeschlossen, die zweitgrößte Akquisition in der Unternehmensgeschichte. Das ist ein wichtiger Schritt für Henkel und stärkt das  Laundry & Home Care-Geschäft in Nordamerika deutlich. Der Umsatz erreichte im Geschäftsjahr 2016 mit 18,7 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert und stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,5 %. Bereinigt um Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Umsatzwachstum von 7,1 %. Akquisitionen und Divestments trugen insgesamt mit 4 % zum Umsatzanstieg bei. Alle Unternehmensbereiche performten sehr gut. Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 2,8%. Im Bereich ­Beauty Care stieg der Umsatz organisch um 2,1%. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erhöhte seinen Umsatz organisch um 4,7%. Adhesive Technologies ist nach wie vor der größte Bereich im Unternehmen, auch jener, aus dem der Ursprung Henkels stammt. Denn mit der Entwicklung des Waschmittels Persil kam auch die Erfindung des Leims, der die convenienten Waschmittel-Verpackungen zusammenhalten sollte. Nach externen Anfragen hat der Gründer Fritz Henkel im 19. Jhdt. daraus eine eigene Geschäftssparte entwickelt.

Große Unterschiede im Online-Bereich

Das bereinigte betriebliche Ergebnis der Adhesive Technologies verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 6,2% und erreichte 1,6 Mrd. Euro. Der Unternehmensbereich Beauty Care setzte im Geschäftsjahr 2016 das profitable Wachstum der Vorjahre fort. Mit einem guten organischen Umsatzplus von 2,1 % lag das Wachstum über dem der relevanten Märkte. Nominal stieg der Umsatz auf 3,838 Mrd. Euro. Laundry & Home Care schloss mit einem guten organischen Umsatzplus von 4,7% ab. Nominal wuchs der Umsatz auch aufgrund der im Jahr 2016 getätigten Akquisitionen um 12,8% auf 5,8 Mrd. Euro.

In einem weiterhin wettbewerbsintensiven Marktumfeld lag der Umsatz in Westeuropa organisch auf dem Niveau des Vorjahres. Die rückläufige Entwicklung in Frankreich konnte durch die positive Entwicklung in Südeuropa nicht vollständig kompensiert werden. „Der Preisdruck in Westeuropa und die Promotionintensität sind gleich geblieben“, so van Bylen. Henkel entwickelt sich hier gut im Volumenszuwachs. Die Wachstumsregionen trugen mit einem organischen Umsatzplus von 6,8% – getragen von allen Unternehmensbereichen – erneut überdurchschnittlich zum organischen Konzernwachstum bei. Spannend ist auch die Entwicklung im digitalen- und Online-Bereich. Hier gibt es laut Auskunft des Vorstandsvorsitzenden weltweit große Unterschiede. Ist in China die Bedeutung des Online-Handels mit einem 40%-Anteil hoch, so ist sie dazu im Vergleich in Europa mit 1–2% noch nicht so entwickelt. Im Henkel-Universum macht zum Beispiel Korea 60% des Waschmittelumsatzes im Online-Handel. Hier kann man Tendenzen erkennen. In diesem Zusammenhang spielte man schon lange mit dem Gedanken einen CDO (Chief ­Digtal ­Officer) zu installieren, möglicherweise wird es hierzu bald Neuigkeiten geben.

Nachhaltigkeitsziele auf gutem Weg

Die Nachhaltigkeit betreffend ist Henkel weltweit ein Vorreiter und bringt Themen auf den Punkt, die das Verhalten der Konsumenten zu einem besseren Umgang mit den natürlichen Ressourcen ändert. Die Ziele, die man sich für 2020 gesteckt hat, sind auf dem besten Wege, vorzeitig erfüllt zu werden.

Für 2017 stellt sich das Management auf ein volatiles Umfeld ein, erwartet aber ein organisches Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent. Weiter Zukäufe sollen das Unternehmen ebenfalls stärken: Henkel hat mit GCP Applied Technologies exklusive Verhandlungen über den Kauf ihres weltweiten Darex Packaging Technologies-Geschäfts zu einem Kaufpreis einschließlich bestehender Netto-Finanzverbindlichkeiten von 1,050 Mrd. US-Dollar (rund 995 Mio. Euro) aufgenommen.

Autor/in:
Gabriele Jiresch
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