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Wein: Schwache Ernte, höhere Preise

16.01.2014

Trotz einer schwachen Ernte 2012 sind die heimischen Weinexporte im vergangenen Jahr um mehr als 4 Prozent auf 137,5 Mio. Euro gestiegen. Aufgrund eines Einbruchs bei den billigen Fassweinen und einem Anstieg der Flaschenweinausfuhren stieg der durchschnittliche Exportpreis erstmals auf 3 Euro je Liter. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag der Durchschnittspreis nur bei 0,83 Euro.

Rekordumsatz beim Export österreichischen Weines: 137,5 Mio. € waren es 2013

Besonders der Weinexport in die ehemaligen „Problemländer“ Großbritannien, Japan, Beneluxländer und Skandinavien war für den Rekordumsatz verantwortlich. Die Österreich Wein Marketing (ÖWM) will den Fokus ihrer Exportbemühungen in den fünf Jahren auf Asien und vor allem dort auf China legen. „Es reicht nicht mehr aus, in wenigen großen Exportländern wie Deutschland, Schweiz oder USA erfolgreich zu sein“, kommentierte ÖWM-Präsident Willi Klinger die Zahlen in einer Aussendung. Österreichischer Wein sei in allen Ländern ein Nischenprodukt, daher müssten die Anzahl der Exportländer erhöht werden.

Die Weinexporte nach Deutschland stiegen 2013 im Vergleich zum Jahr davor leicht um 1,2 Prozent auf 76,7 Mio. Euro, in die Schweiz und Liechtenstein um 2,7 Prozent auf 16 Mio. Euro und nach Skandinavien um mehr als 23,2 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Um jeweils knapp 50 Prozent auf 3 Mio. Euro legten die heimischen Weinausfuhren nach China und Finnland zu. Nach China lag der Durchschnitts-Exportpreis bereits bei über 7 Euro/Liter. Die Flaschenweinexporte machten 2013 insgesamt bereits 130 Mio. Euro (+5 Prozent) aus und die Fassweinausfuhren nur mehr 7,5 Mio. Euro (-8,6 Prozent). Im Jahr 2003 beliefen sich die Fassweinexporte noch auf über 19 Mio. Euro.

In der heimischen Weinwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren ein rasanter Strukturwandel vollzogen. 2009 gab es laut ÖWM knapp 1.000 Betriebe in Österreich, die über 30.000 Liter Wein produzierten. Im Jahr 2012 lag diese Zahl bereits bei über 1.600. Im Gegensatz gab es 2012 rund 3.300 Betriebe in Österreich, die unter 30.000 Liter produzierten, 2009 waren es noch 5.500. „Aufgrund des gleichbleibenden Konsums am Heimmarkt erhöht diese Entwicklung auch den Konkurrenzdruck im Inland“, so die Wein Marketing. Deswegen nehme die Bedeutung des Weinexportes seit einigen Jahren für die heimischen Winzer „massiv zu“.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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