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Weniger Stammwürze

07.05.2008

Die Dornbirner Mohrenbrauerei will den Bludenzer Mitbewerber Fohrenburger wegen Irreführung des Konsumenten mit einer Unterlassungsklage zwingen, das Produkt "Fohrenburger Spezial Edition - Vollbier" aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Mohrenbrauerei stützt sich bei der am Landesgericht Feldkirch eingebrachten Klage auf ein Gutachten des "Österreichischen Getränke Instituts" (ÖGI). Das gab Heinz Huber, geschäftsführender Gesellschafter der Mohrenbrauerei, bekannt.
Der umstrittene Fohrenburger-Gerstensaft weist laut dem ÖGI-Gutachten nur einen Stammwürzegehalt von 11,9 Grad auf, Biere mit der Bezeichnung "Spezialbier" müssen laut dem österreichischen Lebensmittelbuch aber mindestens 12,5 Grad Stammwürze enthalten. Laut Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz liege bei der Biersorte eine Irreführung des Konsumenten vor. Das Produkt darf laut dem Gutachten nicht in Verkehr gebracht werden.
Gemäß seines Stammwürzegehalts würde das Bier an sich in die Exportbier-Klasse fallen, es sei daher falsch deklariert, so Mohrenbrauerei-Chef Huber. Die Täuschung werde zudem dazu genutzt, den Preis höher anzusetzen. Während Exportbiere pro Kiste etwa 12,80 Euro kosten, sind Spezialbiere rund zwei Euro teurer. Wegen des geringeren Alkoholgehalts sei Exportbier auch geringer besteuert, dadurch ergebe sich ein doppelter Vorteil für Fohrenburger.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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