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Wettbewerbsbehörde zu Billa

28.07.2004

"Es gibt - nicht konkret gehaltene - Hinweise auf angebliche Kickback-Zahlungen an Einkäufer im Lebensmittelhandel", erklärte die Sprecherin der Bundeswettbewerbsbehörde Elisabeth Müller. Dass es sich dabei um "hochrangige Einkaufsmanager" handle, wie das Magazin "Format" vorab berichtet hat, treffe nicht zu, betonte Müller. Billa will von dem Vorwurf, dass Einkäufer gegen Bares Lieferanten bevorzugt hätten, erst vor wenigen Tagen durch das Magazin erfahren haben, bei Spar weiß man nichts von Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde - weder wegen Schmiergeldzahlungen noch wegen eines Missbrauchs der Marktmacht. Letzteres wird seit einigen Wochen bei Billa geprüft.

Billa-Sprecherin Maria Wunderl betonte im APA-Gespräch, dass Konkurrenzklauseln lediglich mit Lieferanten für Bioprodukte vereinbart wurden, was eine Synergie für Verkäufer und Einkäufer wäre. "Wenn wir wie bei Ja! Natürlich Geld in die Hand nehmen, wollen wir auch einen Nutzen haben", so Wunderl. Für Schmiergeldzahlungen gebe es bei Billa keine Hinweise, wenn die Wettbewerbsbehörde Namen kenne, so solle sie diese nennen, fordert der Handelskonzern.

Laut Wettbewerbsbehörde habe man bereits "eine Menge Personen vernommen", zahlreiche weitere Einvernahmen sollen noch folgen. Zufrieden zeigt man sich über die hohe Anzahl von Hinweisen, die teils anonym als E-Mail einlangen würden. Die Vorwürfe würden sich gegen alle Bereiche der Lebensmittelbranche richten, eine besondere Häufung in einem Segment gebe es nicht.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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