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Ein kleines Virus mit großen Auswirkungen auf BIP, Arbeitslosenzahlen und Budget.

Wifo-Prognose: Die Corona-Krise in Zahlen

23.04.2020

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO beleuchtet in zahlreichen Teilbereichen die Auswirkungen der Corona-Pandemie – hohe Einbrüche der Wirtschaftsleistung, hohe Arbeitslosenzahlen und ein absehbares Budgetdefizit, das noch vor Kurzem für Ärger aus Brüssel gesorgt hätte.

Die von Wifo-Chef Christoph Badelt und seinem Prognoseleiter Josef Baumgartner veröffentlichten Zahlen der Langfristprognose stützen sich auf unterschiedliche Modellrechnungen, woraus sich auch die Bandbreite der jeweiligen Detailprognosen erklärt – je schlimmer die Annahme, desto höher die Zahlen.

Die Bandbreite liegt hier bei einem Einbruch der Wirtschaftsleistung zwischen 5,25 und 7,5 Prozent (noch vor Wochen war man von 2,5-3 Prozent ausgegangen). Die Entwicklung der Arbeitslosenquote scheint nach der ersten großen Kündigungswelle schon besser abschätzbar zu sein und liegt zwischen 8,75 und 9,1 Prozent. Groß ist die Schwankungsbreite auch beim Budgetdefizit, das sich nach Wifo-Schätzung zwischen 7,5 und 10 Prozent einpendeln soll – zur Erinnerung: Ab 3 Prozent droht außerhalb von Corona eigentlich ein Mahnbrief aus Brüssel.

Ein Vergleich macht die Zahlen „begreifbarer“: Der Einbruch im Zuge der Immobilienblase und Lehman-Pleite aus dem Jahr 2009 war mit einem Minus des BIP von 3,8 Prozent verbunden – die derzeit für Österreich prognostizierten Rückgänge sind 1,5 bis 2 Mal so hoch. Nur im Jahr des österreichischen EU-Beitritts 1995 lag das BIP-Minus mit 6,1 Prozent in vergleichbaren Regionen; damals allerdings ohne die mittelfristigen Folgen einer weltweiten Rezession.

Die einzelnen, jeweils aktualisierten Detailberichte sind hier zu finden: https://www.wifo.ac.at/news/wifo-newsberichte_zur_corona-krise

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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