Direkt zum Inhalt
2014 brachte der Eis-Branche einen starken Einbruch aufgrund der Wetterlage. Doch 2015 soll das nicht mehr passieren.

Wir lassen uns das Eis nicht vermiesen

12.02.2015

Eis-Konsum, der nicht getätigt wurde, kann auch nicht mehr aufgeholt werden. Deshalb setzt man heuer verstärkt auf Konzepte.

Die Warengruppe Eis, und hier vor allem das Impulseis, war unter jenen, die 2014 besonders gelitten hatten. Die Umsätze aus Bier, Mineralwasser und Eis fehlten dem Handel 2014 deutlich und konnten auch nicht mehr aufgeholt werden. Mit Familienpackungen konnten die Hersteller einen Teil der Umsatzes wettmachen. Die Verzehrgelegenheiten haben sich in Richtung Nachspeise oder Fernsehgenuss verändert.

Trotzdem: Der Eis-Markt Retail exkl. Diskont (YTD KW 52/2014) war wertmäßig um 8,8% rückläufig. Im Detail ist der größte Rückgang in Prozent bei Impulseis zu beobachten (–14,4%), in absoluten €-Zahlen verursacht das Segment Multipackungen das größte Minus (–12,5%). Zu beobachten war, dass das Segment Haushaltspackungen vom Wetter am wenigsten betroffen war (–1,6% wertmäßig). Auch inklusive Hofer und Lidl verlor Eis total im Umsatz 7,6% laut Nielsen von 2013 auf 2014. Das sind in Zahlen 10,5 Mio. Euro. Der gesamte Eismarkt im Nielsen-Universum beträgt rund 130 Mio. Euro. Christian Kratky, Verkaufsdirektor Unilever Austria, ist schon seit Jahrzehnten im Geschäft und stellte fest: „In dieser Extremheit haben wir das Wetter und den Einfluss auf den Eisumsatz gesamt noch nie erlebt. Normalerweise machen wir alle an einem starken Tag im Juli soviel Umsatz wie im ganzen Jänner. Diese Tage fehlten 2014 nahezu komplett."

Zwei Drittel des Geschäftes mit Eis werden im Lebensmitteleinzelhandel gemacht, der Rest kommt aus dem Out-of-Home-Bereich. Die starken Marken, wie der Marktführer Eskimo und der Verfolger Nestlé Schöller, setzen auf ihre Stammkundschaft und punkten mit den Kernsortimenten.

Doch für 2015 sind die Eisproduzenten gerüstet. Es wurden Konzepte entwickelt, die vom Wetter nicht so abhängig sind. Dazu zählen etwa Pink & Black von Eskimo oder Mö by Mövenpick von Schöller. Prinzipiell zählte nämlich Eis in den letzten Jahren zu den am stärksten wachsenden Kategorien im Tiefkühlbereich des Handels. Diese Erfolgsgeschichte möchte man nicht unterbrechen. Speiseeis zählt für den Handel, egal ob im Impuls-, Vorrats-, oder Haushaltspackungsbereich, zu der stärksten Profilierungskategorie. Über die „coole" Kategorie kommt nämlich Frequenz in den jeweiligen Standort.

Die Trends im Eisbereich sehen alle Marktteilnehmer gleich: Retro und Stärkung des Kernsortiments. Das Wieder-Auflebenlassen traditioneller Produkte bietet einen hohen Aufmerksamkeitsgrad.

Frozen Joghurt oder Joghurt ist die Kategorie mit den am meisten gelaunchten Sortenvarianten, vor allem getrieben durch Handelsmarken.

Eis Co-Brandings mit Süßwarenmarken sind ebenfalls der Renner. Sie locken Jung und Alt an die Truhe.

Die Handelsmarken im Eisbereich besetzen vor allem Nischen: Veggie, Stevia, free from.

Eis-Desserts gewinnen an Bedeutung (Pralinen-Eis, Weihnachtseisdesserts, …).

Text: Gabriele Jiresch

g.jiresch@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung