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Landesrat May Hiegelsberger, und Dkfm. Andreas Haider (Geschäftsführung Unimarkt) mit regionalen Produzenten

Wirtschaftsfaktor Regionalität

20.09.2017

Die Sehnsucht nach regionalen Produkten wird immer stärker. Das „Genussland Oberösterreich“ fördert gemeinsam mit Unimarkt Regionalität im Handel - ganz im Sinne der Konsumentenwünsche und die regionale Wirtschaft zu stärken. 

„In Zeiten globalisierter Handelsströme steht die Sehnsucht nach Regionalität wieder verstärkt im Vordergrund. Das Genussland Oberösterreich erfüllt gemeinsam mit seinen Handelspartnern diesen Wunsch der Konsumentinnen und Konsumenten“, stellt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger die Initiative im Pressegespräch. Ernährungssicherheit, regionale Wirtschaft und Landschaftspflege sind die Kernpunkte der regionalen Lebensmittelerzeugung.

Schon 2003 gründetet das Land Oberösterreich die Dachmarke „Genussland Oberösterreich“ zur Stärkung der heimischen Lebensmittelwirtschaft. Ziel ist den Konsumenten die Bedeutung regionaler und saisonaler Lebensmittel bewusst zu machen. 2009 startete die Marke mit dem „Regional-Regal“ im Handel durch. Mittlerweile wird dem Lebensmittelhandel ein Sortiment aus 26 verschiedenen Warengruppen geboten, der Produzenten-Pool besteht aktuell aus 70 bäuerlichen und gewerblichen Produzenten. Seit diesem Frühjahr gibt es auch das „Genussland-Kindersortiment“, mit ca. 80 Produkten, um schon Kindern den Zugang zu lokalen Produkten zu ermöglichen. Auf über 650 Standorten in Wien, Nieder- und Oberösterreich werden Produkte aus dem „Genussland Oberösterreich“ angeboten.

Der Unimarkt-Mittelpunkt „Regionalität“

Einer der Handelspartner ist unter anderem der Nahversorger Unimarkt. Der Lebensmittelhändler ist im ländlichen Raum groß geworden, daher besteht schon seit längerem eine gute Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten und Betrieben. „Unter Regionalität verstehen wir bei Unimarkt Lieferanten bzw. Artikel, welche in der Region eine starke Bedeutung haben. Das heißt, der Umsatz wird überwiegend in der Region gemacht“, erklärt Andreas Haider, Geschäftsführer der Unimarkt-Gruppe. Im bisherigen Geschäftsjahr liegt die Anteilsentwicklung der Regionalität am Gesamtumsatz bei rund 15 Prozent. Der Anteil an lokalen Produkten (von lokalen Anbieter im Umfeld von 20-30 km) ist mit vier Prozent sogar überproportional gestiegen. In Oberösterreich wird derzeit mit 250 regionalen Produzenten kooperiert.

In Zukunft will Unimarkt das regionale Sortiment weiter ausbauen, vor allem in den Bereichen Feinkost, Obst und Gemüse, sowie Molkereiprodukte. Vor allem kleinen Produzenten soll dadurch eine größere Plattform für den Verkauf ihrer Produkte geboten werden.

Nicht zuletzt soll auch am POS Regionalität in den Vordergrund gerückt werden. In der Filiale St. Florian wurde das bereits verwirklicht. Neben eigenen Möbeln, Werbemitteln und regionalen Verkostungen, werden auch die Mitarbeiter in Sachen Regionalität geschult.

Eine weitere Zielsetzung des Großhändlers ist es vermehrt Eigenfilialen an potentielle Franchisenehmer zu übergeben. Auch dieses Vorhaben soll sich positiv auf die Regionalität in den Märkten auswirken, da der Kontakt von heimischen Franchisenehmern und lokalen Produzenten stärker ist.

Chance für Wirtschaft

Partnerschaften wie die zwischen dem Genussland Oberösterreich und Unimarkt fördert nicht nur die Kaufkraft der Region, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Der anhaltende Trend zu regionalen Lebensmitteln ist gleichzeitig eine enorme Chance für die Wirtschaftsstrukturen Oberösterreichs. „Der ländliche Raum Oberösterreichs ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung – gerade unsere Lebensmittelerzeugung und –Versorgung darf sich nicht am Weltmarkt abspielen, sondern muss hier in Oberösterreich, in der Region bleiben“, erklärt Hiegelsberger. 

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