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Wirtschaftskammer für ein Ende der Sektsteuer

22.10.2018

Die Wirtschaftskammer Wien setzt sich für eine Abschaffung der Sektsteuer mit April 2019 ein.

„Das Experiment Schaumweinsteuer ist gescheitert und muss beendet werden“, sagt Ernst Polsterer-Kattus, Sprecher der Sektindustrie in der Wirtschaftskammer Wien anlässlich des Tag des Sekts. Denn die Steuer verdirbt den Schaumweinproduzenten Österreichs den Grund zu feiern, denn sie bremst die Branche. Auch Rainer Trefelik, Wiener Obmann des Handels argumentiert gegen die Gebühr, weil sie negative Auswirkungen auf heimische Hersteller und Händler hat, dem Staat aber unter dem Strich kaum Einnahmen bringt. Deshalb fordern die Branchenvertreter die Schaumweinsteuer per April 2019 abzuschaffen, bis dahin wäre ihrer Meinung nach, noch genügend Vorlaufzeit für die technische Umsetzung.

Absatz um 25 Prozent gesunken

Das wäre nicht das erste Ende der unbeliebten Steuer, sie wurde bereits 2005 begraben und dann 2014 wieder eingeführt. Das brachte auch negative Nebeneffekte, den Konsumenten müssen pro Flasche Sekt seither fast einen Euro mehr bezahlen, was einer Preiserhöhung von durchschnittlich 25 Prozent entspricht. Seither ist der Sektabsatz um 25 Prozent gesunken und die Branche hat 300 Arbeitsplätze verloren. Gleichzeitig trifft die Schaumweinsteuer nur heimische Sekthersteller, nicht aber Produzenten von Prosecco und Frizzante aus dem Ausland. Nicht einmal die Staatskassa profitiert von der Abgabe planmäßig: Von 18,5 Millionen Euro jährlich, mit denen der Fiskus ursprünglich kalkuliert hat, bleiben nach den Abzügen gerade einmal 2,5 Millionen Euro über.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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