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Die Privatkäserei Woerle bedankte sich bei den Milchbauern für deren Engagement für mehr Biodiversität in Salzburg und Oberösterreich. Im Bild: die Landwirte mit ihren neuen "Artenvielfalt-Hoftafeln" sowie (Bildmitte, 2. Reihe): Konrad Steiner (wissenschaftlicher Berater v. Woerle), Projektleiterin Diana Reuter (Woerle) und Gerrit Woerle (Geschäftsbereichsleiter Strategie, Woerle).

Woerle-Milchbauern engagieren sich für mehr Artenvielfalt

19.11.2019

Die Privatkäserei Woerle fördert ein Pilotprojekt rund um sinnvolle (Nicht-)Bewirtschaftung und zeichnet die ersten 20 teilnehmenden Milchbauern aus.

130 Jahre Käsekunst des Familienbetriebs Woerle bedeutet gleichsam auch 130 Jahre im Zeichen des Miteinanders mit den Milchbauern in der Region sowie die bewusste Verantwortung im Sinne von nachhaltigem Wirtschaften. Dazu gehört auch ein sensibler Umgang mit den Ressourcen und der Natur – mit Tieren und Pflanzen, die einen großen Einfluss auf Kreisläufe und letztlich auch auf die Lebensqualität der Menschen haben. Im Rahmen eines Pilotprojektes des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) namens „Vielfalt auf meinem Betrieb – von Bäuerin zu Bäuerin, von Bauer zu Bauer“ engagiert sich Woerle für die Verbreitung dieses Wissens. Dabei stieß man bei den Woerle-Milchbauern auf offene Ohren: „Nur wenige Monate nach dem Start dieser Initiative dürfen wir uns heute bereits bei 20 unserer Milchbauern für ihre Bemühungen um den Artenreichtum bedanken und wollen dies auch mit einer persönlichen Anerkennung honorieren“, freute sich Gerrit Woerle, Geschäftsbereichsleiter Strategie, bei der feierlichen Zertifikats-Verleihung am Leidingerhof in Mondsee.

Von der Theorie in die Praxis

Im Rahmen des Projekts besuchten speziell geschulte „Biodiversitäts-VermittlerInnen“, die selbst Bäuerinnen und Bauern sind, ihre Berufskollegen und erstellten bei einer kostenlosen und freiwilligen Betriebsbesichtigung ein individuelles Biodiversitäts-Portfolio. So kann die bestehende mit einfachsten Maßnahmen weiter gefördert werden. „Biodiversität sorgt für bestes Futter für die Heumilchkühe und in Folge für besten Käsegeschmack bei unseren Heumilch-Spezialitäten. So ist es eine logische Folge, dass wir darauf großes Augenmerk legen, um unsere Milchbauern und die Konsumenten für das Thema zu sensibilisieren“, erklärt dazu Gerrit Woerle und ergänzt: „Unsere Landwirte können stolz darauf sein, die Artenvielfalt zu fördern und gleichzeitig können sie durch das ‚Nichtbewirtschaften‘ einzelner Flächen auch Arbeit sparen. Denn allein, wenn man Wiesenrandstrukturen, vergessene Böschungen, Altholzhaufen oder trockene Gstetten verwildert stehen lässt, schafft man neue Lebensräume für ein großes Spektrum an Insekten und Pflanzen.“

Diese Betriebe (be)wirtschaften „ausgezeichnet“

Die 20 ausgezeichneten Betriebe sind der Ruappenbauer in Straßwalchen, Hagenwaldmühle in Neumarkt, Scheitzenberg in Hallwang, Stummer, Mühlbauer und Lettner-Hingern in Zell am Moos, Tauchnerhof in Mattsee, Auer in Innerschwand am Mondsee, Brenner, Grasmann und Unterkapell in Seekirchen, Riedlbauer, Joglbauer und Stiedlbauer in Henndorf, Tumpingerbauer in Mondsee, Winkler und Mackl in Friedburg, Hauss in Palting, Vorderfreiling in Eugendorf sowie Glückerbauer in Köstendorf. Dabei erhielt jeder teilnehmende Betrieb eine große Alu-Hoftafel, wo die individuellen Maßnahmen anschaulich bebildert dargestellt werden.

Gemeinsam für eine enkeltaugliche Zukunft

Gerrit Woerle weist gemeinsam mit Projektleiterin Diana Reuter sowie dem wissenschaftlichen Berater von Woerle, Konrad Steiner, vor allem auf die Bedeutung des respektvollen Umgangs mit Umwelt, Mensch und Tier hin, wenn es um die Lebensbedingungen für jetzt sowie künftige Generationen geht: „Als Familienunternehmen stehen wir für vergangene und zukünftige Generationen. Unsere Zielvision ist es, uns – unter Berücksichtigung individueller Gegebenheiten –  gemeinsam mit unseren Landwirten über die nächsten Jahre nachhaltiger zu entwickeln und dadurch einen Mehrwert für unsere kleinstrukturierten Bauernhöfe und die regionale Wirtschaft zu schaffen. Auch kommende Projekte werden auf die Erhaltung der Artenvielfalt und zunehmend auf Klimaschutz, Tierwohl sowie auf das Wohl von uns Menschen abgestimmt sein.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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