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Wurst - Strenge Kontrolle - der Codex

12.07.2002

Fleisch- und Wurstwaren unterliegen in Österreich sehr strengen (lebensmittel-)rechtlichen Bestimmungen. Im Lebensmittelbuch, kurz Codex genannt, findet man das sehr umfangreiche Kapitel B14 mit detaillierten Aufstellungen über Rezepturen, Warenbestandteilen, Qualitätsrichtlinien etc.

Auch der EU-Beitritt und die damit verbundene „Europäisierung“ der österreichischen Gesetze ändert nichts an der Tatsache, daß der Codex hierzulande „die“ verbindliche Rechtsquelle ist und es vermutlich auch noch eine Zeitlang bleiben wird. Der Codex wird zurecht als Garant für die bekannt hohe rot-weiß-rote Qualität bezeichnet, denn:
• Durch die so regelmäßigen wie strengen Kontrollen in den Produktionsbetrieben werden die Codex-Qualitätsstandards in der Praxis fast immer übererfüllt. Wichtig, weil die Kunden bei Fleisch- und Wurstwaren (nicht erst seit dem BSE-Skandal) ein hohes Sicherheitsbedürfnis artikulieren.
• Hersteller, die von den Codex-Richtlinien abweichen (z. B. höherer Wassergehalt), müssen das eindeutig deklarieren. Damit wird eine solide und seriöse Verbraucherinformation sichergestellt, die den Kunden als Partner ernstnimmt bzw. seine Wünsche anerkennt.
• Der Konsument kann sich verlassen, daß Zusatzbezeichnungen wie „Edel“, „Extra“, „Fein“, und „Spezial“ auch tatsächlich gehobene Qualitäten garantieren.

Und dort wo beispielsweise Schinkenwurst draufsteht, ist auch tatsächlich Schinkenfleisch enthalten. In Österreich werden die Deklarationspflichten peinlichst genau eingehalten. In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die Agrar Martkt Austria (AMA), die als Service-Institution der Landwirtschaft durch eine erfolgreiche Informationsarbeit im In- und Ausland das Image heimischer Produkte werblich aufgebaut hat. Davon profitieren alle Marktteilnehmer.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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