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Wurstwaren und Schinken

14.09.2007

Die Marktentwicklung zeigt auch für das vergangene Jahr nach oben, ebenso dieaktuellen Zahlen für das erste Jahresdrittel 2007. Weiter steigend ist der SB-Anteil zu Lasten des Verkaufs über die Feinkosttheke. Erfreulich: Wer einmal Wurst oder Schinken gekauft hat, bleibt dabei.

Das erste Trimester 2007 hat laut Agrarmarkt Austria bei Wurst und Schinken zu einer wertmäßigen Steigerung von 1,8% geführt. Über die vergangenen Jahre hinweg ist das ein Trend, der sich zwar nicht aufregend, aber dennoch unübersehbar zeigt. Rund 287 Mio.€ waren den Österreichern Wurst und Schinken im ersten Jahresviertel wert. Im vergangenen Jahr trug der Handel am Jahresende 880,45 Mio.€ unter „Wurst- und Schinkenverkäufe“ in die Bücher ein.
Betrachtet man dazu das mengenmäßige Wachstum im gleichen Zeitraum, zeigt sich, dass der leichte Preisanstieg bereits Wirkung zeigt: um 1% mengenmäßig gewachsen (35,4 t). Nachdem im Jahr 2006 mit insgesamt 108,8 t ein leichter Rückgang zu 2005 zu beobachten war, zeigt auch hier die Entwicklung nach oben.
Die Käuferreichweiten – betrachtet über 8 Wochen – zeigen die gleichen Ergebnisse wie schon seit Jahren: Zwei von drei Kunden kaufen im Lebensmittelhandel Wurst und Schinken.
Nach Segmenten betrachtet, hält der Kochschinken wertmäßig mit 18% am gesamten Sortiment die Spitze, gefolgt von Brätwurst (17%), Dauer-/Rohwurst (15%) und Würstel (13%). Bei der Menge liegt die Brätwurst voran (23%), gefolgt von Würstel (17%), Kochschinken (14%) und Dauer-/Rohwurst (11%).
Fast schon langweilig erscheint das „Ranking der beliebtesten 10 Wurstsorten“, bei dem es nur marginale Veränderungen gegeben hat: Extrawurst von Schinken (allgemein), Frankfurter, Knackwurst, Leberkäse (gehört der Neuburger da dazu?), Selchfleisch, Speck, Toastschinken, Dauerwurst (Stange) und Salami.
Der SB-Anteil ist seit 2001 kontinuierlich gestiegen und hat im 1. Trimester 2007 erstmals die 70-Prozent-Marke übersprungen (70,4%).
Wurstverzehr: eine Alterserscheinung?
Am meisten Geld geben jüngere und ältere Singles für Wurst und Schinken aus: beinahe 170€ pro Jahr. Junge Familien ohne Kind sowie ältere Familien liegen zwischen 135 und 140€, junge Familien mit älterem Kind geben rund 106€ aus, und junge Familien mit Kind 97,7€. Die Österreich-Karte zeigt, dass die Haushaltsausgaben für Wurst und Schinken in Tirol (136€), Kärnten (133,5€), Oberösterreich (128,8€) und Niederösterreich (127,9€) über dem Österreich-Durchschnitt liegen (124,9€). Wien rangiert hier mit 115,6€ an letzter Stelle. Nach verwendeten Rohstoffen liegt Schweinefleisch mit ca. 70% Anteil klar in Front, die Tendenz ist steigend, saisonal bedingt durch die Grillsaison; Rind folgt mit ca. 15% (stagnierend bis leicht fallend), und Geflügel ist mit ca. 15% gleichbleibend.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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