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Zahl der Pleiten nimmt weiter dramatisch zu

29.03.2006

Nach dem Rekordjahr 2005 steuert Österreich heuer auf den nächsten Pleitenrekord zu. Die Zahl der Gesamtinsolvenzen erhöhten sich im ersten Quartal 2006 im Jahresvergleich um 16,3% auf 3.726 Fälle. Dabei stiegen die Privatpleiten mit plus 17,3% auf 1.877 insolvente Privatpersonen stärker als die Unternehmensinsolvenzen mit plus 15,3% auf 1.849. Heuer sind damit erstmals seit Einführung des Schuldenregulierungsverfahrens im Jahr 1995 mehr Private als Unternehmen pleite, geht aus der kürzlich veröffentlichten Insolvenzstatistik der Creditreform Österreich (Stichtag 23. März) hervor.

Bei den Bundesländern hat Kärnten mit einem Plus von 35,9% die höchste Steigerung zu verzeichnen, gefolgt von Wien (+27,4%) und Oberösterreich (+19,6%). In Vorarlberg hingegen gingen die Pleiten um 22,2% zurück. Im Branchenvergleich lag die Sparte "Information und Consulting" mit 473 Insolvenzen wie im vergangen Jahr an der Spitze. Die größten Steigerungen gab es im Gewerbe und Handwerk (+78,6%), in der Industrie (+65,5%) und in der Branche "Transport und Verkehr" (+52,1%). Bemerkenswert war die Entwicklung im Handel, wo die Zahl der Insolvenzen um 6,2% auf 331 Fälle zurückging. Grund dafür dürfte das gute Weihnachtsgeschäft und die sich verstärkende Nachfrage der Konsumenten sein.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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