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Zielpunkt bleibt österreichisch

18.07.2008

Die österreichische Diskont-Tochter Zielpunkt/Plus der deutschen Handelsgruppe Tengelmann, deren Verkauf anstand, wird nun unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Johann Schweiger weitergeführt. Das gab das Unternehmen dieser Tage bekannt. Die bestehenden 97 Plus-Filialen werden als Zielpunkt-Filialen fortgeführt. Der steirische Feinkosthändler Schirnhofer wird auch weiterhin der Feinkostpartner der Supermarktkette bleiben.

Die Verkaufsgespräche wurden laut Johann Schweiger bereits Anfang Mai eingestellt. Zielpunkt bleibt somit unter österreichischer Führung bestehen. Mit nationaler Entscheidungsbefugnis wird mit voller Kraft an der Umsetzung der neuen Zielpunkt-Strategie gearbeitet. Zielpunkt wird sich künftig auf seine Kernkompetenz als Soft-Discounter konzentrieren und den Konsumenten eine interessante Alternative zum traditionellen Discounter bieten. Zudem wird die Sortimentsstrategie stark auf Nachhaltigkeit - Produkte österreichischer Herkunft - ausgerichtet sein.

"Für den österreichischen Konsumenten ist es ein großer Gewinn, dass Zielpunkt nicht verkauft wurde. Die bereits jetzt recht kritische Aufteilung der Marktanteile im Lebensmittelhandel wurde durch den Stopp der Verkaufsgespräche im Sinne des Konsumenten nicht weiter zugespitzt". erklärt Johann Schweiger. Schweiger spricht hier die Marktkonstellation des österreichischen Lebensmittelhandels an, die eine starke Konzentration der Marktanteile auf nur wenige große Ketten aufweist.

Zielpunkt betreibt derzeit 364 Filialen und erwirtschaftete mit seinen 3300 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Umsatz von rund 659 Mio. Euro. "Dass Zielpunkt von den Großen nicht geschluckt wurde, ist nicht nur für die österreichischen Konsumenten positiv" so Johann Schweiger weiter "sondern auch für unsere Mitarbeiter, denn ein Verkauf der Kette hätte garantiert zu großen Arbeitsplatzverlusten geführt."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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