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Zielpunkt mit Pfeiffers Bio-Marke

12.10.2010

Kooperation: Die Bio-Eigenmarke „natürlich für uns“ wird ab sofort gemeinsam weiterentwickelt und auch bei Zielpunkt vertrieben.

Erich Schönleitner (li.), Pfeiffer, und Jan Satek, Zielpunkt, verkaufen „natürlich für uns“-Produkte.

Die heimische Diskont-Kette Zielpunkt und die Unternehmensgruppe Pfeiffer kooperieren ab sofort im Bereich der Bio-Eigenmarke. Die Bio-Marke „natürlich für uns“ wurde von Pfeiffer entwickelt und wird ab sofort auch in den 304 Zielpunkt- Filialen vertrieben. „Ziel unserer Kooperation ist im ersten Schritt die Erweiterung der Vertriebskanäle für die Produktpalette ‚natürlich für uns’. Langfristig ist eine strategische Weiterentwicklung der Marke und ein Ausbau des derzeit rund 400 Produkte für den Lebensmittelhandel und die Gastronomie umfassenden Sortiments geplant“, erklärte Dr. Erich Schönleitner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfeiffer, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien.

„Wir richten Zielpunkt gerade neu aus. Die Einkaufs- und Mengenkooperation im Bio-Eigenmarkenbereich ist nur unser erster Schritt“, so Jan Satek, Vorsitzender des Vorstandes bei Zielpunkt. Zum Start werden 82 verschiedene „natürlich für uns“-Produkte in allen Zielpunkt- Filialen gelistet. „Die Produkte der Marke ‚natürlich für uns’ wurden von uns mit sehr viel Hingabe entwickelt und bereits seit einem Jahr bei Nah&Frisch, Unimarkt sowie über C+C Pfeiffer in der Gastronomie mit großem Erfolg vertrieben“, so Schönleitner.

 

Bio für alle zum günstigen Preis

Von der Kooperation der beiden Unternehmen profitieren Konsumenten wie Lieferanten. „Durch den gemeinsamen Einkauf der Bio- Produkte können wir ein herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis für den Endkonsumenten sicherstellen“, erörtert Schönleitner. Die Produkte werden – mit Ausnahme gewisser Obst- und Gemüseprodukte, die in Österreich nicht heimisch sind – von heimischen, mittelständischen Unternehmen in geprüfter und zertifizierter Bio-Qualität hergestellt.

Pfeiffer ist mit seinen LEH-Standorten schwerpunktmäßig in der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg tätig; Zielpunkt konzentriert sich auf den Osten Österreichs und ist mit Filialen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark vertreten. „Unsere Kooperation im Bio-Eigenmarken Bereich stellt für die Lieferanten eine klare Alternative zu den ‚beiden Großen‘ im Lebensmittelhandel dar. Gemeinsam vermarkten und vertreiben wir eine ansehnliche Menge an Produkten“, so Schönleitner und Satek unisono.

Lieferanten sind unter anderem Berglandmilch, efko, BioArt AG, Bio-Molkerei Lembach, Mühlviertler Alm Sonnberg und Sojarei. „‚natürlich für uns‘ ist eine österreichische Marke mit intensivem Sourcing im Bereich der Regionallieferanten“, erklärt Schönleitner. Der Großteil der Lieferanten stamme aus der Bio-Region Mühlviertel und dem Salzburger Seenland. „Wir sind jederzeit offen für neue Ideen und Produkte“,richtet Satek ein eindeutiges Signal an heimische Bio-Unternehmen. Das gesamte „natürlich für uns“- Sortiment ist rund 400 verschiedene Artikel groß. Diese reichen von gekühlten Frischeprodukten bis zum Trockensortiment. Bei Zielpunkt werden seit Montag dieser Woche 82 Produkte von A wie Apfelessig bis Z wie Zwiebel gelistet sein. „Der Schwerpunkt bei der Ausweitung der Palette liegt ganz klar auf Frischeprodukten“, erklären die beiden Unternehmensführer.

„Die Bio-Umsätze liegen 2010 – gemessen am Gesamtumsatz im LEH – in Österreich bei rund acht Prozent. Der Vergleichswert aus Deutschland liegt bei zwei Prozent. Wir bei Zielpunkt verstärken unseren Österreich- Schwerpunkt, darum war es für uns ganz klar, auf eine Bio-Handelsmarke aus Österreich zu setzen“, erklärt Satek den Dreh im Zielpunkt- Sortiment.

 

Bio: Deutliche Umsatzzuwächse

Im ersten Trimester 2010 stieg der Absatz an Bio-Frischgemüse um knappe 33 %, der von Bio-Frischobst um 28 % und der Absatz von Molkereiprodukten gar um 50 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. „Eine umfassende Bio-Palette ist daher aus dem Lebensmittelhandel nicht mehr wegzudenken“, so Satek.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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