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Zu viele faule Früchtchen im Obstregal

06.08.2018

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich nahmen das Angebot an verpacktem Obst und Gemüse in Supermärkten ins Visier. Das Ergebnis fiel schlecht aus.

Der Sommer-Hitze macht es beinah unmöglich Obst und Gemüse mehr als einen Tag aufzubewahren, ohne das die ersten eigenartigen Flecken sichtbar werden.  Im aktuellen AK-Test wurde verpacktes Obst und Gemüse von je einer Filiale von Interspar, Billa, Hofer, Penny, Lidl, Merkur, Maxi Markt und im Pro Kaufland im Großraum Linz geprüft. Das Fazit: In jedem Geschäft wurde verdorbene Ware gefunden. Von den insgesamt 20 mangelhaften Produkten fanden die Testerinnen vier bei Maxi Markt, je drei bei Pro, Merkur und Hofer, zwei Produkte bei Lidl, Penny und Billa und ein Produkt bei Interspar. Die AK OÖ fordert einwandfreie Qualität, gerade wenn Konsumenten den vollen Preis für die Ware bezahlen, da das schließlich einem finanziellen Schaden der Konsumenten gleich kommt. Zusätzlich sollen Supermarktmitarbeitern mehr Zeit für das Überprüfen der Lebensmittel erhalten und sie rechtzeitig preisreduziert anbieten.

Obacht!                          

Die AK OÖ rät sich Zeit für den eigenen Einkauf zu nehmen und nur zu druckstellenfreien Obst und Gemüse zu greifen. Außerdem ist es ratsam lose Ware zu bevorzugen und eher frische Produkte zu kaufen. Vor allem ist es Ratsam lieber zu wenig als zu viel einzukaufen, um Verschwendung zu vermeiden.

Generell sind Schimmelpilze nicht immer gesundheitsschädigend. Tatsächlich ist das im Alltag aber nicht feststellbar, deswegen ist vom Verzehr schimmeliger Lebensmittel eher abzuraten. Gerade bei Beeren und wasserreichen Obst und Gemüsearten (Gurken, Tomaten, Pfirsichen, Nektarinen), sowie Paprika sollte man beim Auftreten eines Pilzes das ganze Produkt wegwerfen, anstatt nur den befallen Fleck zu entfernen. Denn man kann nie mit genauer Sicherheit sagen, wie weit sich die schädlichen Bakterien bereits ausgebereitet haben. Einfrieren oder Kochen von Gemüse oder Obst ist übrigens kein Mittel gegen das Gift von Schimmelpilzen, denn diese sind sowohl hitze- als auch kältestabil. Daher sollte man angefaultes oder angeschimmeltes Obst nicht zu Kompott oder Konfitüre weiterverarbeiten, sondern bei der Verarbeitung auf einwandfreie Ware achten. 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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