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Corona und seine Auswirkungen

13.03.2020

Das Virus hat Österreich nicht nur real, sondern auch medial und in den Köpfen der Menschen erreicht. Was ändert sich, wo bekomme ich verlässliche Infos und welche Maßnahmen könnten bald kommen?

Der Lebensmittelhandel gehört zu jenen systemrelevanten Branchen, die auch bei einem Shutdown á la Italien offen gehalten werden sollen. Zu den weiteren Branchen, die ab kommendem Montag geöffnet bleiben sollen, gehören unter anderem:

  • Trafiken
  • Apotheken
  • Arztpraxen und Spitäler
  • Tierärzte und Tierfutterhandel
  • medizinischer Bedarf und Bandagisten
  • Pflegedienste, Rettung
  • Tankstellen, Autowerkstätten, Pannendienste
  • Banken
  • systemrelevante Handyshops (A1, Magenta, Drei)
  • öffentlicher Verkehr
  • Müllentsorgung

Schutz vor Ansteckung

Natürlich gilt auch im Geschäftsleben die allgemeine Empfehlung, Abstand zu halten und sich häufig und gründlich die Hände zu waschen. Dabei reicht auch normale Seife, die Verwendung starker Desinfektionsmittel ist dafür nicht erforderlich.

Informationsquellen

Innerhalb kurzer Zeit werden viele Betriebe in ernsthafte Schwierigkeiten geraten: Die Umsätze fehlen, Mitarbeiter werden krank oder müssen für ihre Kinder zu Hause bleiben, die Kosten laufen weiter. Rasch tauchen Fragen nach arbeitsrechlichen Möglichkeiten, für sicher gehaltenen internationalen Lieferketten und etwaigen staatlichen Hilfen auf. Hier haben Wirtschaftskammer, Handelsverband und Arbeiterkammer eigene Websites eingerichtet, welche die häufigsten Fragen und Antworten bieten.

Die Regierung hat ein 4 Milliarden schweres Hilfspaket für die Wirtschaft(link is external) beschlossen. Schon in einer Woche sollen erste Anträge und rasche Auszahlungen möglich sein.

Allgemeine und regelmäßig aktualisierte Informationen rund um das Corona-Virus finden sich auf der Seite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Was vermutlich kommen wird

Unser Nachbarland Italien hat - zu spät, aber doch - vorgemacht, welche Maßnahmen wohl auch bei uns zeitnahe gesetzt werden müssen: 

  • Non-Food-Geschäfte und Lokale bleiben ganz geschlossen
  • völlige Sperrung der Außengrenzen - nach innen wie nach außen
  • Aufforderung der Bevölkerung, zu Hause zu bleiben

Auch Transporte und Liefersysteme werden vermutlich auf notwendige Güter wie Lebens- und Arzneimittel, medizinischen Bedarf, Tierfutter und Rauchwaren beschränkt werden - wenn diese unsere Nachbarländer überhaupt noch passieren durften.

Wie lange bis zur Entwarnung?

Am Beispiel von China, das die am meisten betroffene Provinz Hubei mit ihren mehr als 50 Millionen Menschen am Höhepunkt der Pandemie völlig abgeriegelt hatte, lässt sich eine vorsichtige Zeitschätzung ableiten: Dort dauerte es vom Setzen der radikalen Maßnahmen bis zu ersten spürbaren Effekten (einem deutlichen Abflachen der Kurve von Neuinfektionen) rund 12 Tage. Dieses Abflachen bedeutet jedoch nicht, dass das Leben danach weitergehen kann wie zuvor - es markiert nur jenen Zeitpunkt, an dem die Situation nicht laufend noch schlimmer wird. Epidemiologen und Statistiker gehen davon aus, dass die akute Situation zumindest mehrere Wochen dauern wird. Dabei gilt: Je rascher, konsequenter und härter die nötigen Maßnahmen getroffen werden, desto spürbarer ihr Effekt. Auch wenn´s weh tut.

 

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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