Direkt zum Inhalt

Keine Panik vor Türschnallen und Bargeld!

17.03.2020

Eine US-Studie hat untersucht, wie lange Covid-19-Viren auf unbelebten Oberflächen lebensfähig sind.

Im Rahmen der US-Laborversuche blieb das Coronavirus auf Karton bis zu einem Tag und auf rostfreiem Stahl bis zu 48 Stunden lebensfähig. Was alarmierend klingt ist in der Realität aber weit weniger dramatisch: Selbst wenn sich ein Infizierter zuvor in die Hand gehustet hatte und mit dieser dann eine Türschnalle, einen Haltegriff der Öffis oder seine Geldbörse bzw. deren Inhalt berührt, überträgt er dabei nur eine sehr geringe Zahl an Viren. Von diesen wird beim nächsten Kontakt wiederum nur ein minimaler Teil aufgenommen, womit sich die Virendichte sehr rasch ausdünnt. Zudem setzt eine "erfolgreiche" Infektion voraus, dass sich der Betroffene mit der noch ungewaschenen Hand danach in den Mund oder ins Auge greift oder nasenbohrt. Über intakte Hautoberflächen infiziert zu werden halten Virologen und Epidemiologen für äußerst unwahrscheinlich.

Auf die Größe kommt es an

Zudem ist die Tropfen- oder Tröpfchengröße entscheidend für die Frage, wie lange das Virus überlebt: Bei kleinen Tröpfchen, wie sie für Husten oder Niesen typisch sind, trocknen diese sehr schnell aus, womit das Virus seine Fähigkeit zur Ansteckung verliert. Je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto rascher verläuft diese Austrockung.

Das Aerosol mit ausgeniesten oder ausgehusteten Viren kann in unbewegter Luft bis zu 30 Minuten schweben; während dieser Zeit bleiben auch die Viren aktiv. Diese Verweildauer wird durch laufend von Kunden geöffnete Türen oder simples Lüften bereits deutlich reduziert.

Am wahrscheinlichsten ist also eine direkte Ansteckung, bspw. weil man von einem Kunden direkt angehustet wird. Gerade in Geschäften wie Trafiken oder Apotheken kommen deshalb nun erste rasch nachrüstbare Trennwände zur Anwendung. Sie mögen gewöhnungsbedürftig sein, doch selbst die Kunden honorieren solche Ideen - schließlich könnte ja auch der Trafikant oder Apotheker (ohne es zu wissen) Virusträger sein.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Original erschienen am 17.03.2020: Trafikantenzeitung.
Werbung

Weiterführende Themen

Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger und die beiden ARA-Vorstände Werner Knausz und Christoph Scharff präsentierten die Jahreszahlen 2019 sowie einen problematischen Ausblick.
Thema
28.05.2020

Angesicht der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise warnt die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) vor langfristigen Strukturschäden für die österreichische Recyclingbranche.

Online-Erstkäufe fanden während der Geschäftsschließungen vermehrt statt, bisherige Onlinekäufer intensivierten ihre Einkäufe.
Thema
19.05.2020

Die vergangenen Wochen haben das Leben vieler auf den Kopf gestellt. Wie sehr sich dabei das Bezahlverhalten der Menschen verändert hat, zeigt eine neue Studie von Mastercard.

Die Fairtrade-Produzenten werden von der Coronakrise derzeit doppelt getroffen - wirtschaftlich wie gesundheitlich
Thema
15.05.2020

Der geschätzte Umsatz mit Fairtrade-Produkten stieg 2019 in Österreich auf 351 Mio. Euro (+5,4%) an. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie zeigt jedoch wirtschaftliche und gesellschaftliche ...

Thema
14.05.2020

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie lassen Messebegegnungen vor Ort momentan nicht zu. Das ist eine schwierige Situation für Aussteller und Fachbesucher, um ...

Die Frischetheken bei dm haben ab FR, 15.5. wieder geöffnet - aber nur "to-go"
Handel
14.05.2020

Frischetheken bieten Säfte und Snacks vorerst nur „to go“ an

Werbung